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13/01/2018 15:44 CET

Top-News To Go: Kind für Sex verkauft – Verdächtiger hatte Kontaktverbot

Die Behörden hätten vieles verhindern können.

Michele Tantussi via Getty Images
Polizisten im Einsatz in Freiburg (Foto von 2015)

Einer der Hauptverdächtigen im Fall des vermutlich über Jahre sexuell misshandelten neunjährigen Jungen bei Freiburg hätte Zeitungsberichten zufolge keinen Kontakt zu Kindern haben dürfen.

Das ist passiert: 

► Die Staatsanwaltschaft Freiburg teilte unter der Woche mit, dass sie einen Pädophilenring zerschlagen und sechs Tatverdächtige festgenommen habe.

► Der Vorwurf: Eine Frau soll ihren neunjährigen Sohn gegen Geld Männern zum Vergewaltigen gegeben haben.

► Nun berichten die “Stuttgarter Zeitung” und die “Badische Zeitung”: Einer der Hauptverdächtigen in dem Fall hatte schon lange ein Kontaktverbot zu Kindern.

Darum ist es wichtig: 

Die Zeitungen berichten, dass der Mann trotz des Verbots mit der 47 Jahre alten Mutter des Neunjährigen zusammengezogen war. Die Mutter soll ihren Sohn seit 2015 im Internet für Sex angeboten haben. 

Die Behörden müssen sich nun vorwerfen lassen, die Tat nicht verhindert zu haben. Nach dem Einzug der Familie verhängte ein Amtsgericht eine Haftstrafe gegen den verdächtigen Mann – das Urteil wurde aber nie vollzogen

Was ihr noch wissen müsst:

Auch das Jugendamt hatte die Familie seit längerer Zeit im Blick. Nachdem die Polizei Hinweise auf eine sexuelle Gefährdung des Schülers hatte, konnte er im März 2017 sogar zeitweise aus seiner Familie geholt werden. 

► Ein Familiengericht schickte ihn nach Darstellung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald aber wieder nach Hause

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(ujo)

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