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08/01/2018 12:54 CET | Aktualisiert 13/01/2018 17:49 CET

Todes-Grippe hat Europa erreicht – das müsst ihr jetzt wissen

Australien zeigt, was Europa droht.

  • Der sogenannte “Aussi”-Flu breitet sich in Großbritannien aus
  • Die Insel bereitet sich auf eine der heftigsten Grippe-Epidemien seit 50 Jahren vor
  • Im Video oben: Allergie, Grippe oder Erkältung? So erkennt ihr, ob ihr wirklich krank seid oder nicht

Der Grippe-Stamm, der sich derzeit in Großbritannien ausbreitet, könnte sehr viel gefährlicher sein als Erreger in den vergangenen Jahren: In fünf britischen Städten ist innerhalb von 24 Stunden die Grippe ausgebrochen. 

Rund 4,5 Millionen Menschen leiden dem “Telegraph” zufolge in dem EU-Land an grippeähnlichen Symptomen, jeder vierte davon ist statistisch an dem lebensgefährlichen Influenza-Stamm erkrankt – dem sogenannten “Aussie Flu”.

So schlimm ist die australische Grippe

Die Briten nennen den Influenza-Typ (H3N2) australische Grippe, da auf dem Kontinent der Stamm zu einer der schlimmsten Grippe-Epidemien seit zwei Jahrzehnten geführt haben soll.

“In Australien sahen wir aufgrund von H3N2 eine hohe Sterblichkeit und Krankenhausaufenthalte”, heißt es von der britischen Regierungsbehörde Public Health England.

170.000 Menschen waren dort 2017 an Grippe erkrankt. Das sind zweieinhalb mal mehr als im gesamten Jahr 2016, berichtet die britische Zeitung “Mirror”. 300 Menschen seien gestorben.  

Die Symptome sind ähnlich wie bei anderen Grippewellen

  • ein plötzliches hohes Fieber mit einer Temperatur von 38 Grad Celsius oder mehr

  • Kopf- und Gliederschmerzen

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • trockener Husten

  • Übelkeit und Kranksein

  • Appetitverlust, Durchfall oder Bauchschmerzen

  • Halsentzündung

  • Schlafstörungen

  • Kinder können auch Ohrenschmerzen haben

➨ Mehr zum Thema:Erkältung oder Grippe – das ist der Unterschied

Großbritannien bereitet sich wohl auf eine der schlimmsten Grippewellen seit 50 Jahren vor

Nur wenige Gebiete auf der Insel blieben von der Infektionswelle verschont, so auch die Hauptstadt London.

Der Nationale Gesundheitsdienst in Großbritannien bereitet sich daher laut der Boulevard-Zeitung “Metro” auf eine der schlimmsten Grippewellen seit 50 Jahren vor. 

Denn: Die derzeitigen Impfungen bieten vermutlich keinen Schutz gegen den gefährlichen Influenza-Stamm, heißt es im “Telegraph”.

► Trotzdem betonen Experten: Die Impfung ist der beste Schutz vor der Grippe.

Eine Folge der Grippeangst: In Großbritannien wurden Operationen, wo möglich, auf Februar verschoben, um Kapazitäten in den Krankenhäusern frei zu machen.

➨ Mehr zum Thema: Schutz vor Erkältung und Grippe funktioniert am besten mit dem richtigen Verhalten

So ist die Lage in Deutschland

In Deutschland war die Zahl der Grippe-Erkrankungen Ende 2017 leicht erhöht. Aktuellere Zahlen vom Robert-Koch-Institut gibt es bisher nicht.

 

(jg)