WIRTSCHAFT
16/01/2018 15:17 CET | Aktualisiert 17/01/2018 10:55 CET

Jay Leno verrät, mit welchem einfachen Trick ihr an euren Traumjob kommt

Auch er wählt Bewerber so aus.

David Becker via Getty Images
"Wenn du jemanden bewunderst, dann schreib diesem Menschen einen Brief"
  • Viele junge Menschen, die vom Showbiz träumen, wollen für US-Talk-Legende Jay Leno arbeiten
  • Der verrät jetzt einen Tipp, wie ihr an so einen Traumjob kommt – und der funktioniert nicht nur bei ihm

Anschreiben, klassischer Lebenslauf, Zeugnisse: Gefragte Unternehmen oder Persönlichkeiten bekommen oft eine Fülle an Bewerbungen - und alle sehen gleich aus.

US-Talkshow-Legende Jay Leno hat jetzt verraten, dass er solche Bewerbungen in der Regel komplett ignoriert. “Da blättern die meisten einfach nur so durch”, sagt Leno in einem Interview mit dem US-TV-Sender CNBC. Und so mache er das auch.

Der Moderator spricht aus Erfahrung

Leno rät, anstatt einen klassischen Lebenslauf zu schicken, solle man lieber den persönlichen Kontakt suchen. Er erklärt es an einer Anekdote:

“Ich stand einmal in einem Fastfood-Restaurant in einer Schlange an und ein junger Typ, der hinter mir stand, sprach mich an. Er erzählte mir, dass er Tontechniker sei, gerade fertig mit dem Studium und auf der Suche nach einem Job”, sagt Leno.

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“Ich habe ihn angeschaut – sein Name war Patrick – und zu ihm gesagt, er solle doch morgen ins NBC-Studio kommen. Wir haben dann 20 Jahre lang zusammengearbeitet.”

Irgendwas an ihm habe einfach “richtig ausgesehen”. Ansprechen sei zwar keine Garantie für einen Job oder ein Bewerbungsgespräch, aber laut Leno würde man in neun von zehn Fällen so eher eine Antwort bekommen, als wenn man eine schnöde E-Mail schreibe.

Sollte das mit dem persönlich treffen und ansprechen schwer werden, rät Leno einen persönlichen Brief zu schreiben.

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“Wenn es irgendjemanden gibt, den du bewunderst und für den du gerne arbeiten würdest, dann schreibe diesem Menschen einen Brief”, sagt die Talkmaster-Legende.

“Nicht mit Bleistift auf eine Papiertüte wie ein Psycho. Nein, schreibe einen richtigen Business-Brief.”

“Ein handgeschriebener Brief bringt wirklich was”

Er habe festgestellt, dass die meisten Chefs junge Menschen fördern wollen – er wolle das auf jeden Fall. Aber dafür müssen diese jungen Menschen eben auf sich aufmerksam machen.

“Es erstaunt mich immer, wenn sich jemand beschwert, dass er auf eine E-Mail keine Antwort bekommen hat”, sagt Leno. Das würde häufig einfach untergehen. “Aber wenn du einen handgeschriebenen Brief schreibst, den du vielleicht auch noch selber abgibst, dann bringt das wirklich was.”  

Lebensläufe würden viele Chefs gar nicht lesen, aber “wenn sie dich persönlich sehen und sich erinnern und sagen, hey, dieser junge Mann oder diese junge Frau hat irgendwas, die haben mich beeindruckt - das ist das, was wirklich zählt.”

(tb)