POLITIK
02/01/2018 08:20 CET | Aktualisiert 02/01/2018 08:21 CET

Südkorea schlägt Nordkorea-Treffen in der nächsten Woche vor

Es wären die ersten Gespräche seit zwei Jahren.

POOL New / Reuters
Südkoreas Präsident Moon Jae-in hat bei seinem Amtsantritt versprochen, auf Nordkorea zugehen zu wollen

Süd- und Nordkorea wollen trotz des verschärften Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm wieder aufeinander zugehen.

Das ist passiert: 

► Nordkoreas Diktator Kim Jong-un hat Südkorea am Montag in seiner Neujahrsansprache ein überraschendes Gesprächsangebot gemacht. 

► Der südkoreanische Vereinigungsminister Cho Myong Gyon schlug in Reaktion darauf am Dienstag eine Zusammenkunft auf hoher Ebene in der nächsten Woche im Grenzort Panmunjom vor.

► Es wäre das erste Treffen zwischen den Regierungen beider Länder seit mehr als zwei Jahren, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Darum ist es wichtig: 

Zunächst soll es bei einem möglichen Gespräch um eine Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar gehen.

Verteidigungsminister Cho Myong Gyon hofft aber, dass beide Seiten auch offen über eine Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen reden. Zuletzt waren diese aufgrund nordkoreanischer Atomtests massiv belastet worden.  

Was ihr noch wissen müsst: 

Präsident Moon Jae-n deutete deshalb am Dienstag an, dass eine Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen nicht von der Lösung des Atomstreits mit Nordkorea getrennt werden könne.

► Das Problem: In diesem mischt auch die USA und US-Präsident Donald Trump kräftig mit – und der hatte Kim in Verbindung mit seinem Angebot am Montag erneut mit Angriffen gedroht.  

Mehr zum Thema: Nordkorea: Zwei Aussagen von Donald Trump und Südkoreas Präsident zeigen, wie unterschiedlich sie den Konflikt bewerten

(ben)