LIFESTYLE
25/01/2018 11:10 CET | Aktualisiert 25/01/2018 17:55 CET

Studie: Teenager rauchen weniger – haben aber ein neues fragwürdiges Hobby

Sollen wir uns jetzt freuen?

LeoPatrizi via Getty Images
Es stellt sich heraus, dass Teenager mehr Spaß am Hacken als an Rauchen haben.
  • Eine Studie hat erwiesen: Teenager greifen heutzutage weniger zur Zigarette und haben weniger Sex
  • Stattdessen gibt es mehr Jugendliche, die sich in einen Computer hacken können

Teenager sind anständiger geworden. Sie haben weniger Sex, sie stecken sich seltener eine Zigarette an, und auch Alkohol und Drogen sind nicht mehr so beliebt, wie noch vor einigen Jahren.

Eine Studie hat jetzt ergeben, dass sie allerdings einen anderen Zeitvertreib für sich entdeckt haben: das Hacken von Computern.

Mehr zum Thema: Der größte Hacker-Angriff der Geschichte: Das müsst ihr darüber wissen

Mehr Spaß am Hacken, als am heimlichen Rauchen auf dem Schulhof

Die “Millennial Cohort”-Studie des University College London untersucht seit 2000 die Entwicklung junger Erwachsener. Sie fand heraus, dass sich fünf Prozent der befragten 14-Jährigen – männlich wie weiblich – bereits in einen Computer gehackt haben.

Zwei Prozent haben sogar schon einen Virus verschickt. Ebenso viele gaben an, schon einmal Sex gehabt zu haben. 

► Das Hacken in einen Computer scheint auch mehr Spaß zu machen, als heimlich hinter dem Schulhof zu qualmen.

Laut der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kommt das Rauchen bei den Jugendlichen immer mehr aus der Mode – vor allem bei den 12- bis 17-Jährigen. 

Ein deutlicher Trend

Nur noch knapp acht Prozent dieser Altersgruppe rauchen, so wenige wie noch nie. Im Jahr 2001 lag dieser Wert noch bei knappen 28 Prozent.

Laut der Studie verliert auch der Alkohol an Beliebtheit. So greift durchschnittlich jeder zehnte befragte Teenager zwischen zwölf und 17 Jahren einmal in der Woche zu Alkohol. Im Jahr 2004 waren es mit etwa 21 Prozent noch mehr als doppelt so viele.

Mehr zum Thema: Bedrohung durch Hacker: Warum wir neue Sicherheitsmodelle brauchen

Für die Studie wurden von März bis Juni 2016 bundesweit rund 7000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren befragt. 

Teenager sind diesbezüglich also artiger geworden. Ob wir uns über ihre neue Lieblingsbeschäftigung freuen sollten, ist eine andere Frage.

(amr)