POLITIK
09/02/2018 18:14 CET | Aktualisiert 09/02/2018 19:37 CET

"Spiegel" zeigt nackte Merkel – das steckt hinter dem skurrilen Titelbild

Der Kanzlerin neue Kleider.

  • Der “Spiegel” schießt mit dem neuen Titelblatt gegen Kanzlerin Merkel
  • Das Magazin zeigt die CDU-Chefin nackt – und, wie sie ins Bett der SPD steigt

Am Mittwoch stand die Einigung. Am Freitag steht das Chaos.

Nachdem Union und SPD sich Mitte der Woche auf einen Koalitionsvertrag geeinigt haben, haben sich in Berlin die Ereignisse überschlagen.

Und der “Spiegel”: Reagiert mit mehreren bitterbösen Titelseiten auf das GroKo-Durcheinander. Die Polit-Zeitschrift beschreibt ihre Cover selbst so:

“Ange­la Mer­kel nackt; die Kanz­le­rin in der Mau­se­fal­le der SPD; mit ei­nem muf­fe­li­gen Schulz im Ehe­bett; von der ro­ten Par­teinel­ke be­tört.”

Merkel löste das Chaos aus

Der “Spiegel” will darstellen, wie die Kanzlerin der SPD in den Verhandlungen überraschend entgegengekommen ist. Die Sozialdemokraten konnten neben dem Außen- und dem Arbeitsministerium auch das Finanzministerium ergattern.

Und damit begann auch das wirre Hin-und-Her um die Posten: In der CDU rumort es. Der Verlust des Finanzministeriums wiegt schwer. Die SPD streitet sich um das Außenministerium, am Ende tritt Martin Schulz als großer Verlierer von seinem Anspruch auf den Posten ab.

Auch für Merkel sind es schwierige Tage. Der “Spiegel” schreibt in seinem Leitartikel: “Angela Merkel hat einen hohen Preis gezahlt, um noch ein wenig Kanzlerin bleiben zu können.” Von einem “Winterschlussverkauf” ist bei den Hamburgern die Rede.

Man müsse gar die Frage stellen, wer am 24. September denn wirklich als stärkste Partei aus der Wahl hervorgegangen sei: die Union oder die SPD?

Merkel stehe nun vor dem großen Problem, nicht erklären zu können, wieso “aus­ge­rech­net die stärks­te Par­tei am Ende als größ­te Ver­lie­re­rin aus den Ge­sprä­chen her­aus­geht”.

Für die Titelseiten verantwortlich zeigte sich der britische Karikaturist Nishant Chok­si. Es ist nicht das erste “Spiegel”-Cover, das Choski gestaltete.