POLITIK
08/02/2018 19:05 CET | Aktualisiert 09/02/2018 10:12 CET

So will Macron für Sicherheit in französischen Vorstädten sorgen

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POOL New / Reuters

Frankreichs Regierung will in den kommenden Jahren insgesamt 10.000 neue Stellen bei der Polizei und der Gendarmerie schaffen.

Das ist passiert: 

► Die Sicherheitskräfte sollten künftig stärker in Problemvierteln des Landes präsent sein, kündigte Innenminister Gérard Collomb am Donnerstag in Paris bei der Vorstellung seiner Polizeireform an.

► Mit der Aufstockung löst er ein Wahlversprechen des sozialliberalen Staatspräsidenten Emmanuel Macron ein. “Unsere Sicherheitskräfte werden besser ausgestattet sein”, versprach Collomb.

► Die “Polizei für Sicherheit im Alltag” - wie die neue Einheit heißt - soll zunächst in rund 30 Stadtvierteln getestet werden, die stark von Kriminalität oder Rauschgifthandel betroffen sind. Diese Quartiere befinden sich nach Medieninformationen in Pariser Vorstädten, in Marseille, Toulouse oder Straßburg. 

Darum ist es wichtig:

In manchen Vorstädten Frankreichs ist die Kriminalitätsrate extrem hoch. In den vergangenen Jahren kam es dort auch häufiger zu gewalttätigen Unruhen. 

Emmanuel Macrons Regierung geht nun eine Polizeireform an, um in diesen Problemvierteln für mehr Sicherheit zu sorgen.

Was ihr noch wissen müsst:

Macron hat auch in der Flüchtlingspolitik begonnen, eine kompromisslose “Law and Order”-Politik zu verfolgen. Nicht nur will der französische Präsident die Asylverfahren beschleunigen, er lässt Polizeibeamte auch härter gegen wohnungslose Flüchtlinge vorgehen.

Laurent Giovannoni, Flüchtlingsverantwortlicher beim Hilfswerk Secours catholique kritisierte zuletzt, die Regierung habe mit der Order eine “rote Linie” überschritten. 

► “Zum ersten Mal wird die Polizei in die Notunterkünfte eingreifen, das heißt in die Orte, an denen die prekärsten Menschen für ihre lebenswichtigen Bedürfnisse untergebracht sind”, sagte Giovannoni.

(jg)