So kann jeder Einzelne Einfluss auf die Förderung von Milchbauern nehmen

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Milch ist ein Grundnahrungsmittel, das die meisten von uns täglich in irgendeiner Form zu sich nehmen: pur, als Joghurt zum Müsli, als Sahne in der Suppe, als Milchschaum im Kaffee. Gleichzeitig ist die Diskussion um zu niedrige Milchpreise und Existenzsorgen der Landwirte immer wieder Thema in den Medien. Aber hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie du selbst die Bauern unterstützen kannst, die dafür sorgen, dass die Milch Tag für Tag bei uns im Kühlschrank landet? Zusammen mit der RaboDirect haben wir ein paar Tipps gesammelt, die sich gut im Alltag umsetzen lassen.

1. Direkt beim Hersteller kaufen

Viele Höfe haben einen eigenen Hofladen, in dem sie ihre Produkte anbieten. Auf einkaufen-auf-dem-bauernhof.com findest du Hofläden in deiner Nähe. Ist dir der Weg zum Hof zu weit? Auf Bauernmärkten bieten Landwirte ihre Milch oft auch direkt in der Stadt an. Bauern- und Bioläden haben ebenfalls meist Milchprodukte direkt vom Erzeuger im Sortiment. Eine Übersicht über Bauernläden in deiner Nähe bietet zum Beispiel www.dein-bauernladen.de.

2. Milchtankstellen nutzen

Milch zapfen wie Benzin an einer Tankstelle? Klingt erstmal lustig, ist aber eine gute Möglichkeit, 24 Stunden lang frische, unbehandelte Milch direkt vom Erzeuger zu bekommen. www.milchtankstellen.com liefert einen Überblick, wo du überall Milch zapfen kannst.

3. Milchprodukte online bestellen

Noch bequemer: Milchprodukte (und Obst, Gemüse und andere Produkte aus dem Hofladen) aus deiner Region im Netz bestellen und direkt vom Hof zu dir nach Hause liefern lassen. Lieferdienste dafür gibt es jede Menge, zum Beispiel www.gruenekiste.de, www.bauerntuete.de und www.milchladen.com.

4. Augen auf im Supermarkt

An Billigprodukten und H-Milch verdienen die Milchbauern kaum etwas. Bioprodukte sind die bessere Wahl: die kosten zwar etwas mehr, dafür bekommen die Landwirte auch mehr Geld. Und: Du unterstützt zusätzlich eine artgerechtere und umweltschonende Tierhaltung. Auf Milch-Siegel zu achten ist auch eine gute Möglichkeit, eine faire Bezahlung von Milchbauern zu fördern. Aber Vorsicht: Der Begriff „fair“ ist nicht geschützt. Seriöse Siegel sind: „Naturland fair“, „Sternenfair“ und „die faire Milch“.

5. Landwirte auf andere Weisen unterstützen

Es gibt noch zahlreiche andere Möglichkeiten, Landwirte zu unterstützen. Mache zum Beispiel mit deinen Kindern Urlaub auf dem Bauernhof – so lernen die auch gleich, wo die Milch herkommt. Eine innovative Idee ist auch die Initiative www.marktschwaermer.de, die Landwirte und Verbraucher vernetzt, so dass sie sich bei selbst organisierten Bauernmärkten in ihrer Nachbarschaft kennenlernen können. Eine andere interessante Möglichkeit, Bauern direkt zu helfen, ist die solidarische Landwirtschaft: Dabei schließen sich landwirtschaftliche Betriebe und Privathaushalte zusammen und werden so marktunabhängig. Die Verbraucher zahlen dabei pro Jahr einen festen Betrag an den Hof und teilen sich dafür die dort erzeugten Produkte. Weitere Infos unter: www.solidarische-landwirtschaft.org.

6. Über den Tellerrand schauen

Oder in diesem Fall: den Tassenrand. Denn vor allem in ärmeren Ländern helfen genossenschaftlich organisierte Kooperativen Milchbauern dabei, ein sicheres Einkommen und faire Abnahmepreise zu erzielen. Du kannst sie indirekt dabei unterstützen, indem du dein Geld bei einer genossenschaftlichen Bank anlegst, die solche Bauernkooperativen fördert, wie beispielsweise RaboDirect. Sie unterstützt Kooperativen weltweit mit finanziellen Mitteln, unter anderem auch Milchbauern in Indonesien.