ELTERN
08/02/2018 19:36 CET | Aktualisiert 09/02/2018 17:13 CET

Singapur: Mutter gerät in Bälle-Bad in Panik und ertrinkt fast mit Kind

"Ich winkte und schrie – aber niemand kam."

  • Ein Video aus einem Indoor-Spielplatz in Singapur sorgt für Aufregung

  • Es zeigt, wie eine Frau fast in einem “Bälle-Bad” erstickt

  • Im Video oben: Mutter warnt nach Spielplatzbesuch “Mein Sohn geriet in Lebensgefahr”

Ein Video aus einem Indoor-Spielplatz in Singapur sorgt für Aufregeung
Es zeigt, wie eine Frau fast in einem “Bälle-Bad” erstickt

Bälle-Bäder sind der Traum von Kindern auf der ganzen Welt. Auch der vierjährige Sohn von Vivien Low aus Singapur liebt die riesigen Plastikball-Badewannen.

Als die Mutter mit ihrem Sohn Riley Anfang Februar die City Square Mall in dem Inselstaat besuchte, wollte der dort auf dem Spielplatz in einer riesigen Grube voll mit Plastikbällen spielen. Weil Low den Vierjährigen nicht alleine lassen wollte, stieg sie mit ins Bälle-Bad.

“Ich dachte, das Bälle-Bad wäre der sicherste Ort des ganzen Stockwerks. Aber ich lag falsch”, schreibt sie nun auf Facebook.

“Ich geriet in Panik”

Sie beschreibt, wie sie das Gleichgewicht verlor und nach hinten fiel. “Ich konnte den Boden nicht erreichen und konnte nicht stehen.”

Sie versuchte, sich irgendwie umzudrehen, aber es ging nicht. “Mein Sohn war auch gefangen”, schreibt sie weiter.

“Ich geriet in Panik, fing an zu winken und zu schreien. Aber niemand kam.”

Irgendwann fasste Low eine rettende Hand, schaffte es, sich selbst zu stabilisieren und aufzustehen. Erst dann konnte sie ihren Sohn befreien – und noch zwei weitere Kinder, die unter den Bällen feststeckten. “Das Mädchen weinte fürchterlich”, schreibt die Mutter.

► Ein Mann hatte die Szene zufällig gefilmt, Low postete das Video auf Facebook, um ihre Geschichte zu erzählen und andere Eltern zu warnen.

“In jedem Spielplatz steckt eine gewisse Gefahr. Geht mit euren Kindern mit rein ins Bälle-Bad. So könnt ihr gleichzeitig auch helfen, auf andere Kinder aufzupassen.”

Der Betreiber des Spielplatzes in dem Singapurer Shopping-Center nimmt den Vorfall ernst.

Der Betreiber überprüft die Sicherheit des Bälle-Bads

Unter dem Facebook-Post entschuldigt sich der Betreiber Airzone bei Low und ihrem Sohn Riley. Airzone will die Sicherheit der Anlage umgehend prüfen.

“Danke, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben. Wir werden die Anzahl der in der Grube befindlichen Bälle überprüfen und sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter schneller helfen können.”

► Den Beschreibungen von Low zufolge ist das Bad mehr als 1,75 Meter tief – definitiv kein Ort, an dem kleine Kinder spielen sollten. Zum Glück kamen die Mutter und die drei Kinder nur mit dem Schrecken davon.

(lp)