WIRTSCHAFT
16/12/2017 13:14 CET

Siemens-Recruiter: Darauf solltet ihr im Vorstellungsgespräch achten

Sonst sinken eure Chancen auf den neuen Job.

  • Wie verhält man sich in einem Vorstellungsgespräch richtig?
  • Siemens-Recruiter Markus Kumpf kennt die Antwort
  • Im Video oben erklärt euch ein Experte zudem, welche zwei Worte ihr in Gehaltsverhandlungen niemals sagen solltet

Bei dem deutschen Technologiekonzern Siemens sind derzeit rund 4000 offene Stellen ausgeschrieben. Das bedeutet, dass die Personalabteilung des Konzerns vor einer Menge Vorstellungsgespräche steht. 

Einer, der sich damit sehr gut auskennt und bereits bei vielen Bewerbungsgesprächen dabei war, ist Markus Kumpf. Er ist der Head of Talent Acquisition bei Siemens. Die deutsche Ausgabe des “Business Insider” hat mit Kumpf über den Einstellungsprozess gesprochen. 

► Eines macht der Profi direkt klar: “Es gibt keine Betriebsanleitung für Vorstellungsgespräche, also Regeln, wie man sein sollte.”

Solange der Bewerber normale Umgangsformen pflegt, gäbe es kaum etwas, mit dem er sich ins Aus schießen könnte. 

Eine Frage solltet ihr definitiv vermeiden, wenn ihr den Job wollt

Doch eine Frage könnte tatsächlich dafür sorgen, dass er den neuen Job nicht bekommt.

“Detailfragen nach dem Gehalt oder Gehaltskomponenten lassen den Bewerber in einem negativen Licht erscheinen, vor allem im ersten Interview. Denn wenn sie gestellt werden, bevor überhaupt geklärt ist, worum es in dem Job genau geht und wie das Team aussieht, verraten sie mir, dass der falsche Motivator hinter der Bewerbung steht.”

Mehr zum Thema: Diese Frage soll euch in Bewerbungsgesprächen in eine Falle locken

Wirklich viel Sinn scheint die Gehaltsfrage laut Kumpf ohnehin nicht zu machen: Der Verhandlungsspielraum beim Thema Geld ist meist eh nicht sehr groß

Es gibt aber auch durchaus Fragen, die sich positiv auswirken können. Vor allem, wenn es tiefergehende sind oder der Bewerber auch von sich aus nachfragt. Dadurch bekundet er sein Interesse an der neuen Stelle. 

“Wo liegen denn Ihre Schwächen?”

Eine weitere typische Situation in einem Bewerbungsgespräch ist die Frage nach Schwächen.

► Viele potenzielle Chefs wollen wissen, wo eure Schwächen liegen und damit sehen, wie ihr euch selbst einschätzt. 

Personalberater Markus Böhler hat der HuffPost in einem Gespräch verraten, welche Antwort er nicht mehr hören kann, wenn er einen Bewerber nach seinen Schwächen ausfragt. 

“Ich kann es nicht mehr hören, wenn jemand Perfektionismus, Ungeduld und Schokolade als Schwäche nennt”, sagte Böhler. 

Wer Schokolade als Schwäche nennt, wolle zu gezwungen lustig sein - das kann auch schnell nach hinten losgehen, so Böhler. 

Viele Bewerber nennen erst gar keine Schwächen, auch wenn sie danach gefragt werden. Ihnen sollte bewusst sein: Selbstkritik kommt weitaus besser an als Selbstüberschätzung. Und erhöht die Chancen, den neuen Traumjob zu bekommen. 

(jg)

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