POLITIK
13/02/2018 18:55 CET | Aktualisiert 14/02/2018 08:56 CET

SPD: Schulz tritt zurück, Scholz übernimmt – Nahles in den Startlöchern

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Hannibal Hanschke / Reuters
Martin Schulz und Andrea Nahles.

SPD-Chef Martin Schulz gibt den Parteivorsitz sofort ab und nicht erst nach dem Mitgliederentscheid der Sozialdemokraten über die GroKo.

Das ist passiert: 

► SPD-Politiker Martin Schulz gab am Dienstagabend seinen sofortigen Rücktritt vom Parteivorsitz bekannt.

► Er empfahl Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles als seine Nachfolgerin. Vorstand und Präsidium hatten Nahles dafür einstimmig nominiert. Ein Sonderparteitag soll Nahles am 22. April offiziell wählen.

► Bis dahin soll Hamburgs Oberbürgermeister Olaf Scholz den Parteivorsitz kommissarisch übernehmen. Er ist der Dienstälteste der sechs Partei-Vize.

Darum ist es wichtig: 

Schulz’ Rücktritt kommt nun schon vor dem Parteitag im März, auf dem die SPD-Basis über einen möglichen Eintritt in eine weitere Große Koalition abstimmen soll. Die Parteispitze hofft, dass so Personaldebatten nicht die Sachentscheidung über die GroKo überschatten.

Zuvor hatten mehrere Landesverbände formelle Einwände gegen eine sofortige Übernahme des Spitzenamtes durch Nahles vorgebracht.  

Was ihr noch wissen müsst: 

Nahles wird im April wohl doch noch eine Gegenkandidatin bekommen: die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange, die sich überraschend um den Posten beworben hat.

Lange gilt als chancenlos, könnte aber parteiinterne Kritiker beruhigen, die sich beschwert hatten, dass die Parteispitze die Führung unter sich auskungele.

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(sk)