POLITIK
17/01/2018 09:39 CET | Aktualisiert 17/01/2018 18:36 CET

Rekord bei Sanktionen: Noch nie wurden so viele Hartz-IV-Empfänger bestraft

Im September kürzte die Bundesagentur für Arbeit mehr als 91.000 Menschen die Bezüge.

ullstein bild via Getty Images
Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert nun eine Abschaffung der Bestrafungen 
  • Im September vergangenen Jahres stieg die Zahl der Hartz-IV-Sanktionen auf ein Rekordhoch
  • Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert nun eine Abschaffung der Strafen

Wer Termine beim Jobcenter verpasst, muss mit Sanktionen rechnen. Das Arbeitslosengeld wird dem Bedürftigen dann rigoros gekürzt. 

Im September vergangenen Jahres betraf das überdurchschnittlich viele Hartz-IV-Empfänger: Die Zahl der Sanktionen erreichte in diesem Monat ein Rekordhoch von 91.590, wie die “Bild” unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit berichtet. 

Gegenüber dem Vormonat sollen es 21.324 Strafen mehr gewesen sein – das wäre ein Anstieg von 30,3 Prozent.

Wohlfahrtsverband fordert Abschaffung der Strafen

Einen so hohen Anstieg gab es laut “Bild” seit der Einführung von Hartz IV noch nie. Über den genauen Grund des Anstiegs konnte die Behörde auf Anfrage der HuffPost am Mittwochmorgen keine Auskunft geben.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband sieht die Strafen kritisch. Laut “Focus Online” fordert der Verband einen generellen Verzicht auf die Bestrafungen der Arbeitsämter.

(sk)