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06/02/2018 10:20 CET | Aktualisiert 06/02/2018 20:25 CET

Malediven: Was ihr nach der Reisewarnung für euren Urlaub wissen müsst

Das Auswärtiges Amt rät von Reisen in die Hauptstadt Malé ab.

alohaelke via Getty Images
Malediven sind ein beliebtes Ziel – auch für deutsche Urlauber.
  • In der maledivischen Hauptstadt Malé gilt der Ausnahmezustand – daher gibt es eine Reisewarnung
  • Aber deutsche Urlauber fahren meist direkt vom Flughafen ins Ressort

Die Malediven gelten als beliebtes Luxus-Urlaubsziel. Nicht nur für die Flitterwochen.

Nun jedoch hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgegeben. Wegen eines Ausnahmezustands auf den Malediven wird von Reisen in die Hauptstadt Malé abgeraten.

► “Aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der angespannten politischen Lage wird Reisenden empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und von nicht notwendigen Reisen nach Malé derzeit abzusehen”, hieß es in der Nacht zum Dienstag auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Auswärtiges Amt: Für den Urlaub in den Ressorts hat das keine Auswirkungen

Das muss keine Auswirkungen auf den Luxus-Urlaub haben. In der Regel können Touristen direkt vom Flughafen zu den Resorts fahren, daher sei ein Aufenthalt in der Hauptstadt nicht erforderlich.

► Aber: China und Indien rieten allgemein von Reisen in das Urlaubsparadies im Indischen Ozean ab.

Was ist in Malé passiert?

Der Präsident des südasiatischen Inselstaates, Abdulla Yameen Abdul Gayoom, hatte am Montag wegen Unruhen in Malé einen Ausnahmezustand für 15 Tage ausgerufen.

► Dieser erlaubt es den Sicherheitskräften, strenger gegen Oppositionelle vorzugehen.

Der langjährige Präsident Maumoon Abdul Gayoom, ein Halbbruder des derzeitigen Staatschefs, und zwei Richter des Obersten Gerichts wurden festgenommen.

Das Gericht hatte am vergangenen Donnerstag die Freilassung von acht inhaftierten Oppositionspolitikern und eine Wiederaufnahme der Verfahren gegen sie sowie den Ex-Präsidenten Mohamed Nasheed angeordnet. Dieser hatte nach seiner umstrittenen Verurteilung zu 13 Jahren Haft im Jahr 2016 Asyl in Großbritannien gewährt bekommen.

Das Gericht entschied zudem auf Wiedereinsetzung von zwölf Parlamentsabgeordneten – womit die Opposition die Mehrheit hätte. Die Regierung weigerte sich bislang, die Entscheidung umzusetzen.