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Pornos und Gewaltvideos – wir brauchen dringend ein Handyverbot an Schulen

Es ist ein verzweifelter Schritt

12/01/2018 10:10 CET | Aktualisiert 12/01/2018 16:10 CET
dolgachov via Getty Images
Vor allem auf den Pausenhöfen der weiterführenden Schulen werden die Handys zu einem gravierenden Problem.

Immerhin: An den meisten Grundschulen stellt der Handykonsum der Schüler noch kein Problem dar. Die Grundschüler haben in der Regel kein Handy – oder besser gesagt: kein Smartphone.

Dies ändert sich schlagartig, sobald aus den Viertklässlern Fünftklässler geworden sind. Dann haben nicht nur vereinzelte Schüler ein Handy, sondern alle. Vor allem auf den Pausenhöfen der weiterführenden Schulen werden die Handys zu einem gravierenden Problem.

Weil die Handynutzung dort meistens offiziell erlaubt ist, nutzen die Schüler ihre “Freiheit”, um zu chatten, sich Youtube-Videos anzuschauen (und zwar keine Lernvideos!) oder um Clash of Clans zu spielen.

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Smartphones lenken die Schüler zu sehr ab

Mit einem Verbot schützen wir die Schüler vor den Gefahren des Internets und sich selbst.

Das ständige Chatten ist allein deshalb problematisch, weil die Schüler, die kurz vor dem Klingeln noch eine Nachricht verschicken, im Unterricht, wo die Handynutzung meistens offiziell verboten ist, auf die Antwort warten.

Und dann gucken sie in einer Tour heimlich aufs Display und sind enttäuscht, wenn nichts kommt, oder noch schlimmer: Sie reagieren, wenn etwas kommt. Das schadet vor allem denjenigen, die eh Schwierigkeiten haben, sich länger als zehn Minuten zu konzentrieren.

Wir dürfen keine Angst vor einem konsequenten Verbot haben

Darüber hinaus sollte Schule verhindern, dass bestimmte Ecken auf Pausenhöfen dazu genutzt werden, um sich Hinrichtungen und Pornoseiten anzuschauen.

Es ist bedauerlich genug, dass Kinder heutzutage außerhalb der Schule quasi überall die Möglichkeit haben, solche Seiten binnen Sekunden zu finden. Aber es sollte alles getan werden, damit Schüler nicht gerade auf dem Pausenhof erste Pornoerfahrungen zu sammeln.

Deshalb sollten sich bundesweit alle weiterführenden Schulen auf ein konsequentes Handyverbot einigen! Das wäre ein mutiger Schritt in die richtige Richtung. Für Oberstufenschüler hingegen könnte eine eigene Handyzone eingerichtet werden.

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Nun regt sich Widerstand

Ein geläufiges Gegenargument für ein Verbot lautet, dass man ein solches nicht kontrollieren könne.

Das ist Unfug. Man schafft es ja auch, auf die Einhaltung des Rauchverbots an Schulen zu achten.

Oft wird auch darauf hingewiesen, dass Handys zum Alltag gehörten und Schüler in der Schule lernen müssten, wie man verantwortungsbewusst mit ihnen umgeht.

Ein neues Schulfach könnte helfen

Das stimmt! Dafür sollte es ein Fach geben. Man könnte es zum Beispiel Internet 21 nennen.

Auf schuleigenen Geräten könnten die Schüler von Grund auf lernen, wie sich das Internet sinnvoll nutzen lässt, welche Gefahren es birgt und wie man mit den Geräten, mit denen man Zugang zum Netz hat, umgeht. Mit der Einführung eines solchen Fachs würde man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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Schulen würden sich zum einen dem digitalen Suchtverhalten ihrer Schüler entgegenstellen und sich zum anderen nicht der Digitalisierung verschließen.

Sowohl in seinen Sachbüchern “Schule ohne Lehrer” und “Lehrer – ein verdammt attraktiver Beruf” als auch in seinem Roman “Nicht von dieser Welt” setzt sich Arne Ulbricht mit den Folgen der Digitalisierung auseinander.

In seinem aktuellen Roman geht es allerdings um etwas ganz anderes: Um den Schriftsteller Guy de Maupassant. Und in seinem neuesten Sachbuch “Mama ist auf Dienstreise” schildert Arne Ulbricht das Leben einer Familie, in der die Frau das Geld verdient, während der Mann sich um die Kinder kümmert und versucht aufzuräumen.

Mehr über den Autor und seine Bücher erfährt man hier.

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