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09/02/2018 11:59 CET | Aktualisiert 09/02/2018 13:46 CET

Zusammenstöße mit der Polizei: Rechtsextreme Unruhen in Italien

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TIZIANA FABI via Getty Images
Anhänger der rechtsradikalen Partei Forza Nuova stoßen mit der Polizei in Italien zusammen. 

In der mittelitalienischen Stadt Macerata sind am Donnerstagabend Rechtsextreme aufmarschiert und haben sich Gefechte mit der Polizei geliefert.

Das ist passiert: 

► Wie italienische Medien berichten, hätten etwa 40 Anhänger der neofaschistischen Partei Forza Nuova auf einen zentralen Platz in Macerata vordringen wollen.

Die Polizei habe die Rechtsextremen daran gehindert, 15 Anhänger der Partei sollen laut deren Angaben festgenommen worden sein. 

► Zuvor hatten Bürgermeister und Präfektur dazu aufgerufen, keine Demonstrationen zu organisieren, um die Spannung in der Stadt nicht noch weiter anzuheizen.

Darum ist es wichtig: 

Ein Schütze hatte am Samstag offensichtlich aus rassistischen Motiven in Macerata das Feuer auf mehrere Afrikaner eröffnet. Sechs Menschen wurden verletzt.

Auslöser für die Tat soll ein Mord an einer jungen Frau gewesen sein, der fälschlicherweise einem Nigerianer angelastet wurde. 

Seit dem Vorfall ist im italienischen Wahlkampf eine bittere Debatte über Migration entbrannt. Vor allem rechte Parteien erhoffen sich dadurch mehr Zuspruch bei der Parlamentswahl am 4. März.

Mehr zum Thema: Wenn Europa scheitert, scheitert es in Italien

Was ihr noch wissen müsst: 

Die Bürger in Macerata sind davon und von den Unruhen in ihrer Stadt wenig begeistert. 

► Eine Bewohnerin der Stadt sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Es scheint alles ein Zustand der Belagerung, und alles ist Ergebnis einer politischen Instrumentalisierung.”

Mehr zum Thema: Der rechte Hetzwahlkampf in Italien – und was er bedeutet

(mf)