LIFESTYLE
10/01/2018 18:00 CET | Aktualisiert 11/01/2018 01:31 CET

"Playboy" zeigt Transgender-Model – Playmate Ramona Bernhard findet das "eklig"

Und die Fans des Playmates waren begeistert.

PAYBOY DEUTSCHLAND
  • Der deutsche “Playboy” veröffentlicht zum ersten Mal ein Cover mit einem transsexuellen Model
  • Dem Playmate Ramona Bernhard gefällt das gar nicht, sie ruft indirekt zum Boykott der Zeitschrift auf

Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen “Playboy” ziert eine Transsexuelle das Cover. In der Februar-Ausgabe wird die ehemalige “Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Giuliana Farfalla auf dem Titel zu sehen sein. Farfalla wurde zwar als Mann geboren, hat sich jedoch immer als Frau gefühlt. Sie hat sich schließlich einer Geschlechtsanpassung unterzogen.

Für das neue Cover erhielten das Model und das Magazin viel Zuspruch. 

Mehr zum Thema: Playboy”-Cover zeigt mit Giuliana Farfalla erstmals Transsexuelle

Ein anderes Playmate ist nicht begeistert

Doch Playmate-Kollegin Ramona Bernhard ist nicht begeistert davon. Sie kritisierte den “Playboy” öffentlich auf Facebook: “Wahnsinn! Ich bin schockiert! Jetzt ist ‘Playboy’ echt langsam eklig. Ich dachte, es ist ein Magazin für Männer mit ästhetischen Frauen.”

Dass der “Playboy” in der heutigen Zeit angekommen ist, scheint der ehemaligen “Miss Mai” nicht zu passen: “Jetzt ist es eine Plattform für Transgender. Welche Zielgruppe wird als nächstes angesprochen? Ladyboy-Fans?“

Bernhard selbst war schon über 20 Mal in verschiedenen “Playboy”-Ausgaben  zu sehen. Nun ruft sie mit ihren diskriminierenden Aussagen indirekt zum Boykott der Zeitschrift auf: “Wäre ich ein Mann, hätte ich jetzt Angst vor dem Magazin und würde es mir nicht kaufen. Am Ende wird einem ja unterstellt, man steht auf Transgender. Wieso kein kein neuer Name für das Magazin? Zum Beispiel Transiboy?“

Bernhard veröffentlichte ein unangemessenes Cover

Auf Instagram postete sie ein geändertes “Playboy”-Cover - für das sie erschreckend viel Zuspruch von ihren Fans bekommen hat. Inzwischen ist das Foto allerdings gelöscht.

HuffPost
Bernhard postete das veränderte Cover auf Instagram. Foto: Screenshot instagram.com/ramonabernhard

Am Ende ihrer Tirade auf Facebook wünschte Bernhard allen Lesern “viel Spaß mit nackten Männern mit gemachten Mumus“. Mittlerweile wurde auch dieser Post wieder gelöscht.

Mehr zum Thema: Es ist eine Sensation, dass der “Playboy” diese Nacktfotos abdruckt

“Playboy”-Chef zeigt sich entspannt

Chefredakteur Florian Boitin steht der Intoleranz entspannt gegenüber. Es sei damit zu rechnen gewesen, dass das Thema kontrovers diskutiert werden würde. 

″Überwiegend ist die Resonanz aber sehr positiv, viele erklären sich gerade in den sozialen Medien solidarisch mit unserer Entscheidung”, sagt Boitin gegenüber der HuffPost. “Aber auch persönlich betroffene, etwa andere Transsexuelle, schreiben mir persönlich, wie dankbar sie sind, dass ‘Playboy’ sich klar für das individuelle Recht auf Selbstbestimmtheit stark macht.”

Wenn jemand die aktuelle “Playboy”-Ausgabe aber nicht lesen wolle, sei das für den Chef auch in Ordnung: “Jeder hat das Recht, einen Bogen um die aktuelle ‘Playboy’-Ausgabe zu machen, ob nun männlicher Zeitschriftenleser oder ehemalige Miss Mai.“

(ks)