LIFESTYLE
10/01/2018 09:53 CET | Aktualisiert 10/01/2018 10:55 CET

Studie warnt: Paracetamol könnte Fruchtbarkeit von Frauen schädigen

Besonders Schwangere sollten die Erkenntnisse kennen.

nensuria via Getty Images
Ein Schmerzmittel könnte bereits die Enkel-Generation beeinflussen.
  • Paracetamol in der Schwangerschaft könnte die Zahl der Oozyten des Fötus beeinflussen
  • Bisher gibt es dazu aber nur Erkenntnisse aus mehreren Tiertests

Was Frauen in ihrer Schwangerschaft zu sich nehmen, kann den Fötus beeinflussen. Bei Alkohol und Zigaretten ist das klar. Aber auch bei Schmerzmitteln sind viele Schwangere vorsichtig.

Eine Studie aus Kopenhagen unterstreicht, wie wichtig diese Vorsicht ist.

Denn Paracetamol könnte weibliche Föten nachhaltig schädigen – und zwar in der Fruchtbarkeit. 

Die Ergebnisse haben Forscher nun im Fachmagazin “Endocrine Connections“ vorgestellt. Bisher ist es nur eine Hypothese. Denn die Forscher haben die Erkenntnisse nur bei Tests mit Ratten und Mäusen gewonnen.

These: Paracetamol könnte zur Unfruchtbarkeit führen

Demnach kann Paracetamol in einer frühen Schwangerschaftsphase die Plazenta-Schranke überwinden und die Zahl der Oozyten beim weiblichen Fötus vermindern.

Aber was bedeutet das?

Jede Frau wird mit einer begrenzten Zahl von Oozyten geboren, die sich während ihres Lebens dann verringert. Sind alle aufgebraucht, steht die Menopause an. Dann ist die Frau nicht mehr fruchtbar.

Ist die Zahl dieser Oozyten bereits bei der Geburt sehr gering, ist die Fruchtbarkeit der Frau eingeschränkt. Diese Umstände gelten auch als Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Die dänischen Forscher sehen daher in ihrer Arbeit einen wichtigen Ansatz, der weiter verfolgt werden sollte.

Nebenwirkungen auf Kinder werden bereits länger untersucht

Schon eine frühere Studie fand eine Nebenwirkung des Medikaments für ungeborene Kinder. 2016 zeigte eine Studie eine Verbindung von Hyperaktivität sowie Autismus mit Paracetamol in der Schwangerschaft auf.

Für werdende Mütter – und für alle anderen – gilt, sich bewusst zu machen:

Rezeptfreie Tabletten sind trotz allem Medikamente, die man nicht unbedacht nehmen sollte.

(lm)