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08/01/2018 09:57 CET | Aktualisiert 08/01/2018 10:32 CET

Paartherapeut: Mit einem Trick kann jedes Paar eine Sexflaute verhindern

Sein Vorschlag klingt zunächst ungewöhnlich.

  • Viele Paare, die lange zusammen sind, haben das gleiche Problem: eine Sexflaute im Bett
  • Der Paartherapeut Stefan Woinoff kennt eine Strategie, die das verhindern kann
  • Oben im Video seht ihr die Geheimnisse einer glücklichen Beziehung

Leidenschaftliche Nächte mit fast pausenlosem Sex gehören bei den meisten Pärchen, die schon seit vielen Jahren zusammen sind, eher nicht zum Alltag.

Irgendwann stellt sich Gewohnheit ein. Und dass die Häufigkeit des Sex in einer Beziehung abnimmt, scheint eigentlich auch ganz normal zu sein.

Doch laut dem Paartherapeuten und Beziehungsexperten der Dating-Plattform Zweisam-de Stefan Woinoff muss das nicht der Regelfall sein.

Liebende sollten sich fremd bleiben

► Er glaubt: Es gibt eine Strategie, mit der Paare auch nach vielen Jahren gemeinsamer Beziehung noch regelmäßig Sex haben können.

Zunächst klingt sie jedoch etwas ungewöhnlich. Denn der Tipp lautet: sich fremd bleiben. 

“Liebende sollten sich zumindest einen Funken Fremdheit bewahren”, sagt Woinoff der HuffPost. 

Dabei widerspricht das “sich fremd bleiben” eigentlich völlig dem Gedanken der Beziehung auf Vertrauensbasis, in der man den Partner in- und auswendig kennt. Viele dürften sich einen solchen Partner wünschen.

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Doch Woinoff hält gerade dieses “In- und auswendig Kennen” des Partners für höchst gefährlich. Ihm zufolge verhindert es, den Partner zu begehren. 

“Was man schon hat, begehrt man nicht”

“Etwas, das man schon hat und schon kennt, begehrt man nicht”, sagt Woinoff.

“Man begehrt jemanden, weil er etwas Geheimnisvolles hat. Deshalb sollte man seinem Partner nicht alles erzählen, was man auch seiner besten Freundin oder seinem besten Freund erzählen würde.” 

► Der Paartherapeut weiß, dass seinen Rat nicht jeder gutheißt. Dennoch glaubt er, dass es allein durch diese Strategie tatsächlich möglich ist, eine gegenseitige Anziehung dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Sonst, befürchtet er, wird fast jeder Partner irgendwann fremd gehen. 

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“Komplette Offenheit ist ein Erotik-Killer”, glaubt Woinoff. “Anziehung entsteht über Differenzen, Neugierde und Fremdheit. Wenn man ständig symbiotisch aneinander klebt, kann nur schwer erotische Anziehung entstehen.”

“Erwartungen an den Sex sind zu hoch” 

Selbst, wenn Woinoff mit seinem Tipp recht haben sollte, bleibt jedoch die Frage, ob Paare sich über Jahre hinweg überhaupt fremd bleiben wollen - und ob es möglich ist, sich nach Jahren des gemeinsamen Zusammenlebens “den Funken Fremdheit” zu bewahren. 

Laut Woinoff kann das funktionieren, wenn Paare sich “immer wieder neu verabreden, sich berühren, begegnen und sich immer wieder überraschen.”

Dazu reiche oft schon ein Abendessen oder eine neue Sex-Stellung aus. 

► Auch, betont Woinoff, sollten Paare keine zu hohen Erwartungen an ihr Sexleben haben. “Heute muss es immer gleich der Orgasmus des Jahrhunderts sein”, sagt Woinoff. 

“Besser einfach mal machen und sagen: ‘O.k., wir probieren das mal aus, und wenn es nicht gut ist, machen wir eben was anderes.’” 

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