POLITIK
09/01/2018 05:54 CET | Aktualisiert 09/01/2018 21:26 CET

Erster Erfolg bei Gesprächen: Nordkorea schickt Delegation zu Olympia

Nordkorea will Athleten zu den Olympischen Spielen schicken.

KCNA KCNA / Reuters
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un.

Hochrangige Unterhändler aus Süd- und Nordkorea haben am Dienstag die ersten offiziellen Gespräche zwischen den beiden Ländern seit zwei Jahren begonnen.

Das ist passiert: 

► Delegierte der verfeindeten Länder haben sich auf der südkoreanischen Seite des Grenzorts Panmunjom getroffen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im nächsten Monat.

► Nordkoreanische Unterhändler verkündeten, das Land wolle eine Delegation zu den Winterspielen schicken. 

► Besonders Südkorea hofft, nach dem vielversprechenden Auftakt der Gespräche auch über die humanitäre und militärische Situation zu sprechen.

Darum ist es wichtig:

Nachdem der Gesprächsfaden zwischen Seoul und Pjöngjang lange abgerissen war, nährt das Treffen Hoffnung auf eine Entspannung der Beziehungen.

Es könnte nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums auch um Seouls Vorschläge vom vergangenen Juli gehen. Südkorea hatte damals neue Familienkontakte sowie Militärgespräche vorgeschlagen. Pjöngjang war aber nicht darauf eingegangen.

Was ihr noch wissen müsst:

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, er unterstütze die innerkoreanischen Gespräche. Zugleich bekräftigte Trump seine Überzeugung, dass es ohne seine eigene harte Haltung gegenüber Pjöngjang im Konflikt um dessen Atomprogramm keine Gespräche zwischen den beiden Koreas geben würde.

Trump und die Führung in Pjöngjang, die den USA eine feindselige Politik unterstellt, hatten sich in den vergangenen Monaten gegenseitig mit scharfen Drohungen überzogen. 

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