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06/02/2018 10:36 CET | Aktualisiert 06/02/2018 10:41 CET

Niedersachsen: Antibiotika-resistente Keime in Gewässern alarmieren Experten

Ein Labor hat Wasser- und Sedimentproben von zwölf verschiedenen Orten in Niedersachsen getestet.

  •  Der NDR ließ zwölf Gewässer in Niedersachsen testen
  • Die gefundenen antibiotika-resistenten Keime sind besonders für Kranke, Babys und Senioren gefährlich

Bei Untersuchungen haben Forscher Antibiotika-resistente Keime in Bächen, Flüssen und Badeseen entdeckt. Gesundheitsexperten sind besorgt.

“Das ist wirklich alarmierend”, sagte Tim Eckmanns vom Robert Koch-Institut dem NDR. Zuvor haben Experten im Auftrag des Fernsehsenders Wasser- und Sedimentproben von zwölf verschiedenen Orten in Niedersachsen im Labor getestet worden.

► Ergebnis:

An allen untersuchten Orten waren den Angaben zufolge sogenannte multiresistente Erreger nachweisbar. Solchen Keimen können einige Antibiotika nichts mehr anhaben, die daran Erkrankten sind besonders schwer zu behandeln.

NDR: Systematische Kontrollen fehlen

“Die Erreger sind anscheinend in der Umwelt angekommen und das in einem Ausmaß, das mich überrascht”, sagte Eckmanns.

Dass es Antibiotika-resistente Erreger in der Umwelt gibt, ist zwar bekannt. Systematische Kontrollen gibt es dem NDR zufolge aber bislang nicht.

Behandlung solcher Bakterien kann ein Problem sein

Auch der Gewässerforscher Thomas Berendonk von der Technischen Universität Dresden sagte dem NDR, die Funde bereiteten ihm Sorgen. Wenn ein Mensch mit einem solchen Bakterium besiedelt sei, könne dies ein Problem sein.

► Besonders gefährdet sind durch Krankheit geschwächte Menschen, Ältere und Neugeborene. Gefunden wurden die multiresistenten Erreger unter anderem an der Thülsfelder Talsperre und am Zwischenahner Meer.