POLITIK
11/02/2018 15:37 CET | Aktualisiert 11/02/2018 15:39 CET

Nahles könnte schon am Dienstag SPD-Chefin werden

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Hannibal Hanschke / Reuters
Martin Schulz und Andrea Nahles.

Andrea Nahles könnte Martin Schulz viel früher als SPD-Chef ablösen als geplant.

Das ist passiert:

► Nahles übernimmt schon am Dienstag kommissarisch den Vorsitz über die SPD – das jedenfalls berichtet die “Bild am Sonntag” ohne nähere Quellenangabe.

► Eigentlich wollte Schulz sein Amt erst nach dem Mitglieder-Entscheid der SPD über die GroKo am 2. März abgeben.

►“Es wird am Dienstag eine Präsidiumssitzung geben, auf der wir über den weiteren Weg beraten”, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in Hamburg. Das sei alles, was er dazu sagen könne. 

Darum ist es wichtig:

Nach dem Debakel um Schulz, der nach der Aufgabe des Vorsitzes wegen Widerstands an der Basis auch nicht Außenminister in der geplanten Koalition mit der CDU/CSU werden wird, wächst der Druck, rasch klare Verhältnisse zu schaffen.

Die Furcht ist groß, dass die 463.000 SPD-Mitglieder gegen die GroKo stimmen, wenn sie ihrer Parteispitze nicht mehr vertrauen.

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Was ihr noch wissen müsst:

Wenn das Präsidium grünes Licht für einen sofortigen Stabwechsel gibt, müsste Nahles binnen drei Monaten von einem Sonderparteitag gewählt werden.

Dem Präsidium gehören 15 Personen an: die neunköpfige Parteispitze mit Schulz, seinen sechs Stellvertretern, Generalsekretär Klingbeil, Schatzmeister Dietmar Nietan, dem Europabeauftragten Udo Bullmann und Bundesgeschäftsführerin Nancy Böhning. Hinzu kommen sechs Beisitzer.

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(lp)