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12/01/2018 11:24 CET

Toter Elias wird obduziert - Analyse könnte Ärztepfusch beweisen

Nachdem der kleine Elias im Dezember gestorben ist, erhob seine Mutter schwere Vorwürfe gegen seine Ärzte.

  • Nachdem der kleine Elias im Dezember gestorben ist, erhob seine Mutter schwere Vorwürfe gegen seine Ärzte
  • Nun wird er noch einmal ausgegraben und obduziert 

Zu Beginn des neuen Jahres sorgte der Tod des kleinen Elias in Deutschland für großes Aufsehen. Der Siebenjährige verstarb im Dezember in Düsseldorf, offenbar an einer Blutvergiftung.

Seine Mutter machte den Fall auf Facebook öffentlich. Sie beschreibt, wie es aus ihrer Sicht zum Tod ihres Kindes kommen konnte: Lange Wartezeiten, zu wenig Aufmerksamkeit auf Seiten der Ärzte und eine daraus resultierende, tödliche Fehldiagnose.

Neue Untersuchungen

Nun hat sich offenbar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Wie die “Bild”-Zeitung berichtet, wird Elias’ Leiche jetzt ausgegraben und obduziert.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird nicht nur sein Leichnam analysiert, sondern auch seine Krankenakten. Auch ein Fachgutachter könnte hinzugezogen werden, so die “Bild”. 

Falsche Behandlung? 

Den Schilderungen der Mutter zufolge haben die Ärzte Elias im Dezember zweimal mit Schmerzmitteln nach Hause geschickt, obwohl der Junge hohes Fieber und blaue Flecken am ganzen Körper hatte. 

Erst als sie zum dritten Mal ins Evangelische Krankenhaus Düsseldorf kam, wurde Elias geholfen. Doch auch hier soll sie erst zwei Stunden gewartet haben, bevor er notoperiert wurde. Leider geschah der Eingriff zu spät: Der Junge starb am Zweiten Weihnachtsfeiertag.

Sharara Hakimi
Der kleine Elias starb am Zweiten Weihnachtsfeiertag.

Das Krankenhaus weist die Vorwürfe von sich

Die HuffPost bat bereits im Vorfeld des ersten Berichts um eine Stellungnahme des Krankenhauses. Dort wies man jegliche Schuld von sich.

Die ersten zwei Behandlungen des Jungen wären nicht in ihre Verantwortung gefallen, sondern in die der “Notfallpraxis der niedergelassen Ärzte”. 

Eine Stellungnahme der Notfallpraxis gegenüber der HuffPost steht trotz Anfrage bislang noch aus.

Seine Mutter kämpft weiter

Die Mutter von Elias hat sich inzwischen rechtliche Unterstützung geholt. Mit einem Anwalt will sie nun dafür kämpfen, dass zumindest anderen Kindern nicht dasselbe Schicksal ereilt wie ihrem Elias.

Ihren Sohn bringe das nicht wieder zurück, aber sie will nun andere Mütter vor einem solchen Schicksal bewahren, sagte sie der “Bild”.

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