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21/12/2017 15:14 CET | Aktualisiert 21/12/2017 17:58 CET

Model hat wegen eines Tampon ihr Bein verloren - jetzt verliert sie ihr anderes Bein

"Es gibt nichts, was ich dagegen tun kann"

  • Aufgrund des Toxischen Schocksyndroms, mussten Ärzte dem Model Lauren Wasser ein Bein amputieren
  • Jahre später leidet sie immer noch an den Folgen - jetzt hat sie auch ihr zweites Bein verloren

Mit 24 Jahren war Lauren Wasser am Höhepunkt ihrer Karriere: Als gefragtes Model lebte sie in Los Angeles. Doch innerhalb eines Tages im Okotober 2012 wendete sich ihr ganzes Leben.

Ihr Geschichte schrieb sie in einem Essay im Modemagazin “InStyle” auf. Während ihrer Periode habe sie sich unwohl und schlapp gefühlt, schreibt Wasser dort. Sie habe viel Zeit im Bett verbracht und geschlafen. Dann habe ihre Mutter die Polizei um Hilfe gebeten - weil sie Wasser nicht erreichen habe können. 

Als die Beamten eintrafen, erwartete sie ein grausames Bild. Bewusstlos und mit dem Gesicht nach unten, lag Wasser, umgeben von ihrem Erbrochenen, auf dem Boden. Sofort wurde sie von Notärzten ins Krankenhaus gebracht, wo sie ins künstliche Koma versetzt wurde.

Das Model litt am Toxischen Schocksyndrom

Ihr Zustand verschlechterte sich zunehmend, sie erlitt einen Herzinfarkt. Dann entdeckten die Ärzte endlich die Ursache: Wasser litt am Toxischen Schocksyndrom, ausgelöst von einem Tampon.

Diese auch als “Tampon-Krankheit” bekannte Vergiftung, wird durch ein Bakterium ausgelöst, das in verschmutzen Tampons zu finden ist. Das Toxische Schocksyndrom tritt insgesamt sehr selten auf. Häufig betrifft es dann Frauen und Mädchen, die während ihrer Monatsblutung Tampons benutzen.

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Zu den Symptomen der Krankheit zählen hohes Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Die Infektion schreitet meist schnell voran und endet oft tödlich.

Jetzt verliert sie auch ihr zweites Bein

Als Wasser nach eineinhalb Wochen aus dem Koma aufwachte, habe sie starke Schmerzen in Beinen und Füßen gehabt, wie sie in der “InStyle” berichtet. Das Model litt an einem Wundbrand, der dafür sorgte, dass die Ärzte das rechte Bein und alle Zehen am linken Fuß entfernen mussten.

“Das ganze hinterließ nicht nur physische Wunden, sondern auch psychische”, schreibt Wasser. Nach der Amputation fiel die 29-Jährige in eine Depression. Sie konnte sich jedoch wieder fangen und arbeitete seitdem wieder als Model – mit einer goldenen Beinprothese.

Sechs Jahre nachdem sie ihr rechtes Bein verloren hat, folgt nun der nächste Schock. Wasser ist gezwungen, auch das andere amputieren zu lassen. Andauernde Schmerzen und Komplikationen sind der Grund. “Es gibt nichts, was ich dagegen tun kann”, schreibt das Model. “Was ich aber tun kann, ist, zu verhindern, dass das auch anderen Menschen passiert.”

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Wasser setzt sich seit der Erkrankung für die bessere Aufklärung von TSS ein. Auch mit ihrem Essay für die “InStyle” möchte das Model Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Sie möchte sicher gehen, dass andere Frauen nicht das Gleiche durchmachen müssen.

 

(ks)