POLITIK
12/01/2018 16:24 CET | Aktualisiert 12/01/2018 17:19 CET

Mit 2 bösen Vergleichen teilt FDP-Chef Lindner gegen die Jamaika-Sondierer aus

Es geht um Spinat und Lakritz.

  • Christian Lindner hat den “Freiheitspreis der Medien” erhalten 
  • Der FDP-Chef nutzte seine Dankesrede für eine ironische Abrechnung mit den Jamaika-Sondierern
  • Die Szene seht ihr oben im Video

Die GroKo-Sondierungen sind im Eiltempo in nicht einmal einer Woche über die Bühne gegangen. Eine mögliche Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen war dagegen nach rund vierwöchigen, zähen Gesprächen geplatzt.

Kein Wunder, dass FDP-Chef Christian Lindner nicht besonders glücklich auf die Gespräche zurückblickt. Er sagte am Freitag auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am bayerischen Tegernsee, wo einmal im Jahr Entscheider aus Wirtschaft und Politik zusammenkommen:

“Den einzigen Fehler, den wir bei den Sondierungen gemacht haben, war, dass wir viel zu lange sondiert haben.”

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“Jamaika wurde zum Sehnsuchtsort verklärt”

Lindner war nach Süddeutschland gereist, um den “Freiheitspreis der Medien” entgegenzunehmen, der einmal im Jahr verliehen wird.

Und der FDP-Chef nutzte die Chance, um noch einmal gegen die ehemaligen Jamaika-Mitverhandler zu sticheln. 

“Jamaika wurde zum Sehnsuchtsort verklärt”, sagte Lindner. Um dann mit einem Augenzwinkern hinzuzufügen: “Wir waren dort.” Gelächter im Saal.

“Vater Staat und Mutter Erde kommen zusammen”

Aber damit war Lindner noch nicht fertig. Es folgten zwei Vergleiche, die saßen.

Ein schwarz-grünes Bündnis sei deshalb so beliebt in den beiden Parteien, weil damit in den Augen der Konservativen und Grünen “Vater Staat und Mutter Erde” zusammenkämen.

Schwarz-Grün sei eine Delikatesse wie “Lakritz und Spinat”, fügte er noch sarkastisch hinzu. Dass diese Kombi schmeckt, ist nicht anzunehmen.

Im Bund wird sie wohl auch auf absehbare Zeit nicht serviert werden.

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(sk)

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