LIFESTYLE
11/02/2018 13:32 CET | Aktualisiert 11/02/2018 13:35 CET

Olympia: Vor einem Jahr kämpfte McMorris um sein Leben – nun holte er Bronze

“Ich muss mich erstmal kneifen. Eigentlich sollte ich gar nicht hier sein."

  • Der kanadische Snowboarder Mark McMorris schaffte es auf das Siegerpodest – obwohl er vor einem Jahr noch um sein Leben fürchten musste
  • Im Video oben erfahrt ihr mehr über seinen Werdegang zum Spitzensportler

Seine Geschichte zeigt, dass im Leben alles möglich ist, auch wenn es manchmal noch so aussichtslos erscheint.

Vor knapp einem Jahr erlitt der Kanadier Mark McMorris einen schweren Unfall. Bei einem Training Ende März 2017 prallte der Snowboarder gegen einen Baum. 

► 17 Knochen waren gebrochen, sein linker Lungenflügel kollabiert und seine Milz gerissen.

“Ich dachte, ich würde sterben,” sagt McMorris heute über die Zeit. Für den 24-Jährigen schien am Höhepunkt seiner bisherigen Karriere alles vorbei zu sein.

Sieben Mal hatte er zuvor die X-Games gewonnen, bei seinem Olympia-Debüt in Sotschi 2014 holte er Bronze.

Er kämpfte sich zurück ins Leben

Der Sportler hatte schon damals mit Knochenbrüchen zu kämpfen. Elf Tage vor den Sotschi-Spielen brach er sich bereits eine Rippe. Seitdem trägt er auch den Spitznamen “McRib”.

Die Reha nach dem schweren Unfall 2017 war allerdings härter als jede zuvor, meint McMorris.

Er habe sie “gehasst”, sagt der Snowboarder. Aber er biss sich durch – was sich nun bezahlt gemacht hat. Der Kanadier holte jetzt im Slopestyle bei den Olympischen Winterspielen die Bronzemedaille. 

Dass es “nur” für Bronze gereicht hat, trübt den Kanadier keineswegs. Er sagt:

“Ich muss mich erstmal kneifen. Eigentlich sollte ich gar nicht hier sein. Olympischer Medaillengewinner – das ist ein tolles Gefühl. Für mich ist es etwas Besonderes, nach alldem wieder auf dem Podium zu stehen.“

(lm)