NACHRICHTEN
23/01/2018 21:05 CET | Aktualisiert 24/01/2018 07:11 CET

Bluttat in Lünen: Neue Details zum Motiv werden bekannt

Der Tatverdächtige war polizeibekannt.

dpa
Polizisten stehen vor der Schule in Lünen, wo ein 15-Jähriger seinen Mitschüler erstochen haben soll.
  • Ein 15-Jähriger soll im westfälischen Lünen einen Mitschüler getötet haben
  • Die Polizei gab nun erste Details über das mögliche Motiv des Tatverdächtigen bekannt

Am Dienstagmorgen hat ein 15-jähriger Schüler mutmaßlich einen 14-jährigen Mitschüler an der Käthe-Kollwitz-Schule in Lünen erstochen.

Das Motiv war zunächst unklar, einen Amoklauf schloß die Polizei allerdings schnell aus. 

Nun ist offenbar der Auslöser der Attacke bekannt: Der 15-Jährige soll laut Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft vorher Streit mit seinem späteren Opfer gehabt haben.

Wegen provozierender Blicke?

► Der Tatverdächtige sei der Meinung gewesen, dass der 14-Jährige seine Mutter provozierend angeschaut habe. 

Daraufhin habe der 15-Jährige ein Messer gezückt und den Mitschüler mehrfach in den Hals gestochen, berichtet die Polizei.

Das 14-jährige Opfer starb durch die Attacke.

Tatverdächtiger galt als aggressiv

Der 15-Jährige sei polizeibekannt gewesen und habe als aggressiv und “unbeschulbar” gegolten, teilte die Polizei mit. Deshalb habe er vorübergehend eine andere Schule besucht.

Am Dienstag habe er in der Käthe-Kollwitz-Schule zusammen mit seiner Mutter auf einen Gesprächstermin bei einer Sozialarbeiterin gewartet, weil er zurück auf die Schule sollte. Dabei sei er auf den 14-Jährigen getroffen.

Der Tatverdächtige soll am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. 

Mehr zum Thema: Brutale Messerstecherei in Essen: Anwohnerin ruft nicht die Polizei – der Grund ist bitter

(jg)