NACHRICHTEN
09/01/2018 15:43 CET | Aktualisiert 09/01/2018 15:46 CET

Osnabrücker Kurzfilm über Schaulustige soll alle Menschen wachrütteln

Sie denken nicht über ihr Handeln nach.

  • Zwei Osnabrücker haben ein schockierendes Video gedreht
  • Die Aufnahmen sollen Gaffer wachrütteln, die das Leben anderer aufs Spiel setzen
  • Den Kurzfilm seht ihr im Video oben

Im Rettungsdienst zählt jede Sekunde. Oft haben Sanitäter nicht viel Zeit, um Unfallopfer zu bergen oder bewusstlose Menschen zu reanimieren. Umso schlimmer ist der neue Trend, der sich scheinbar auf deutschen Straßen ausbreitet: Immer öfter machen Meldungen von rücksichtslosen Gaffern die Runde, die Unfallstellen blockieren.

Das führt häufig dazu, dass Ersthelfer gar nicht erst zu verletzten Unfallopfern durchkommen oder erst viel zu spät bei ihnen eintreffen. 

Vier Minuten, die dein Leben verändern können

Auch die Osnabrücker Elena Isabel Walter und Emanuel Luca Zander-Fusillo haben das Problem erkannt und wollen etwas dagegen unternehmen. Die beiden sind Filmemacher bei der Agentur “Blickfänger” und haben einen vierminütigen Kurzfilm über Gaffer gedreht. Und zwar keinen konventionellen!

Walter und Zander-Fusillo haben ein Video gedreht, das schockiert. Und hoffentlich viele Menschen aufrütteln wird. 

Und der Film kommt gut an! “Danke an die Macher des Videos! Gibt hoffentlich nun einigen zu denken”, schreibt zum Beispiel ein Nutzer auf Facebook.

Mehr zum Thema: Gaffer filmen Unfall auf A3 - dann richtet dieser Feuerwehrmann einen Schlauch auf sie

Drei Freunde, die an einer Unfallstelle vorbeikommen

Der Kurzfilm zeigt drei Freunde, die gerade auf dem Heimweg sind. Vor ihnen taucht eine Unfallstelle auf. Sie parken am Straßenrand, steigen aus dem Auto und machen Fotos, die sie im Internet hochladen. 

Angestachelt durch die vielen Likes, die sie auf die Bilder bekommen, gehen sie einfach immer weiter. Die Rettungskräfte sind ihnen egal

Dann kommt es zur bösen Überraschung. 

Übrigens: “Gaffen” ist kein Kavaliersdelikt. Das Vergehen ist eine strafbare Ordnungswidrigkeit und kann mit bis zu 1000 Euro Strafe geahndet werden. Menschen, die an Unfallorten Fotos aufnehmen anstatt zu helfen, erwartet sogar eine Freiheitsstrafe. 

(ujo)

Gesponsert von Knappschaft