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Kommunikation ist keine Einbahnstraße – so gelingt gute Kommunikation

14/02/2018 13:20 CET | Aktualisiert 14/02/2018 13:20 CET
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Bedauerlicherweise glauben viele Menschen, dass es für eine gute Kommunikation schon reicht, dieselbe Sprache zu sprechen. Weit gefehlt. Denn der Alltag lehrt uns doch etwas Anderes; wir werden unzählige Male missverstanden. Oft merken wir das aber leider erst, wenn es schon fast zu spät ist. Grund genug, sich darüber klar zu werden, was gute Kommunikation bedeutet und wie sie funktioniert.

Wie sieht gute Kommunikation aus?

Missverständnisse sind lästig und erzeugen einen Mehraufwand. Wenn wir missverstanden werden ergeben sich dadurch andere Ergebnisse, als gewünscht. Die Schuld dafür suchen wir meist bei den anderen. Unser jeweiliges Gegenüber, der Empfänger unseres Anliegens, der uns nicht richtig verstanden hat, trägt aber natürlich nicht die gesamte Verantwortung dafür. Nur, weil wir etwas gesagt und die Informationen in die Welt entlassen haben, bedeutet das noch lange nicht, dass Verstehen und die Umsetzung des Gesagten von uns losgelöst stattfinden können und wir dafür nicht verantwortlich sind. Denn die Verantwortung für gute Kommunikation und für ein gegenseitiges Verstehen tragen sowohl Sender als auch Empfänger gleichermaßen!

Gute Kommunikation ist geteilte Verantwortung

Gute Kommunikation hat dann stattgefunden, wenn Sender und Empfänger synchron sind, also bei beiden dieselben Informationen und dasselbe Verständnis vorliegt. Und dafür sind Beide verantwortlich. Wer sich das bewusst macht und umsetzt – sei es im privaten oder im beruflichen Alltag – kann seine Kommunikation deutlich verbessern.

Als Sender kann man seine Teilverantwortung übernehmen, indem man den Empfänger fragt, ob dieser alles verstanden hat. Allerdings ist zu beachten, dass, nur weil ein Empfänger diese Fragen bejaht, das noch lange nicht bedeuten muss, dass dieser auch wirklich alles verstanden hat und ob das wirklich im Sinne des Gesagten ist. Offene Fragen und eine Einladung, das Verstandene nochmals in eigenen Worten zusammenfassen, können hier einen wesentlichen Unterschied machen.

Gute Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Daher gehört es natürlich auch zu der Teilverantwortung des Empfängers deutlich zu machen, wenn er etwas nicht verstanden hat und gegebenenfalls noch einmal nachzufragen. Denn gute Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Wenn Unklarheiten oder Zweifel bestehen, sollten diese durch Nachfragen geklärt werden. Aufgabe des Empfängers ist es aktiv zuzuhören. Das beinhaltet auch, immer wieder nachzufragen und sich zusammenfassende Notizen zu machen.

Um als Sender sicherzustellen, dass der Empfänger alles verstanden hat und um Missverständnisse zu vermeiden, ist es ratsam, zielführende und ganz konkrete Fragen zu stellen. Zum Beispiel: „Was hast du für dich aus dem Gespräch mitgenommen? Was sind für dich die wichtigsten Aspekte, die du verstanden hast?“.

Das Wichtigste zuerst!

Zudem ist es ratsam, das eigene Kommunikationsverhalten bzw. die eigene Art, ein Anliegen zu formulieren, kritisch zu reflektieren. Wer dazu neigt, eher ausschweifend zu formulieren, sollte üben, sein Anliegen kurz und knapp in maximal vier Sätzen zum Ausdruck zu bringen. Klarheit ist der Schlüssel zu guter Kommunikation. Alle weiteren Sätze sind in der Regel nur Wiederholungen oder Vertiefungen des bereits Gesagten oder lenken von den Kernpunkten ab.

Grundsätzlich gilt: Wenn beide Seiten ihren Teil der Verantwortlichkeit leben, verbessert sich die Qualität der Kommunikation.

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