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09/02/2018 16:59 CET

Köln: Zwei Vergewaltigungen überschatten Weiberfastnacht

1.600 Polizisten waren in Köln im Einsatz.

Thilo Schmuelgen / Reuters
Polizisten fanden außerdem eine junge Kölnerin mit Gesichtsverletzungen an der Zülpicher Straße. (Symbolbild)
  • Beim Straßenkarneval in Köln am 8. Februar nahm die Polizei 356 Anzeigen auf
  • Insgesamt erstatteten sechs Frauen Anzeige wegen Sexualdelikten 

Die Stimmung in Köln war während der Weiberfastnacht ausgelassen. Doch es kam dabei leider auch zu einer Vielzahl von Straftaten. Das geht aus der Bilanz der Kölner Polizei hervor. 

► Auch sechs Sexualdelikte beschäftigen nun die Polizei.

Bereits im Vorfeld gab es Diskussionen zum Thema #MeeToo im Zusammenhang mit dem Karneval.

Zwei Frauen erstatten Anzeige wegen Vergewaltigung

► Eine 22-jährige Studentin erstattete Anzeige wegen Vergewaltigung.

Sie sei in der Nähe der Dasselstraße mit mehreren Personen in eine Wohnung mitgegangen. Dann sei es zu dem Verbrechen gekommen. Die Polizei versucht nun, die Tat aufzuklären.

► Polizisten fanden außerdem eine junge Kölnerin mit Gesichtsverletzungen an der Zülpicher Straße.

Die 22-jährige Frau sagte den Polizisten, sie sei ebenfalls vergewaltigt worden. Die Bereitschaftspolizei konnte noch in der Nacht einen Verdächtigen in seiner Wohnung festnehmen. Der mutmaßliche Täter ist polizeibekannt.

Insgesamt erstatteten sechs Frauen Anzeige wegen Sexualdelikten. Die Polizei betont allerdings, dass sich diese Zahlen noch ändern können.

Polizisten nahmen in Köln 356 Anzeigen auf

Hauptsächlich wegen Körperverletzung erstatteten Feiernde bei der Kölner Polizei Anzeige. Bisher liegt die Zahl bei 144 Fällen. Das sind etwas weniger als im Vorjahr.

► 34 Menschen erstatteten Anzeige wegen Sachbeschädigung und 15 wegen Beleidigung. Auch diese Zahlen sind leicht rückläufig.

Außerdem mussten sich die 1600 Polizisten, die bei der Weiberfastnacht in Köln im Einsatz waren, mit verschiedenen Diebstählen beschäftigen. In 18 Fällen leisteten Feiernde Widerstand gegen die Polizisten und müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Insgesamt nahmen die Polizisten im Rahmen der Karnevalsveranstaltung 356 Anzeigen entgegen.

Die Polizei ist mit ihrer Arbeit zufrieden

“Unser Einsatzkonzept ist flächendeckend aufgegangen. Leider mussten wir 94 zumeist stark alkoholisierte Menschen zur Durchsetzung von Platzverweisen oder zur Ausnüchterung ins Polizeigewahrsam bringen”, zieht Einsatzleiter Martin Lotz Bilanz.

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(lm)