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12/01/2018 13:31 CET | Aktualisiert 12/01/2018 14:22 CET

Junge beschießt Autos auf A44 mit Leuchtkugeln – und das vor der Polizei

Der Schütze feuerte aus einem BMW bei 110 Stundenkilometern.

  • Ein Wagen der Bereitschaftspolizei fährt zufällig hinter dem Schützen
  • Die Beamten konnten vermutlich Schlimmeres verhindern

Sag mal, spinnt der? Bei einer Szene auf der A44, die die Bereitschaftspolizei Bochum zufällig mitbekam, kommt diese Frage einfach auf.

Kurz hinter dem Autobahnkreuz Bochum/Witten schossen am Mittwochnachmittag Leuchtkugeln aus einem rechtsfahrenden BMW. Das meldet die Polizei.

Handfeuerwerk traf Pkw auf der Autobahn

Ein 17-Jähriger feuerte demnach das Handfeuerwerk bei 110 Stundenkilometern aus dem überholenden Wagen. 20 Geschosse gab die Pyrotechnik nacheinander ab. Sie alle flogen aus dem Autofenster.

Manche Geschosse trafen daraufhin die linksfahrenden Autos, andere verfehlten ihr Ziel. Einige Autofahrer konnten dem Feuerwerk nicht entgehen und mussten hindurchfahren.

Beamte der Bereitschaftspolizei fuhren zufällig hinter diesem BMW. 

Bereitschaftspolizisten verhinderten Schlimmeres

Sie handelten sofort. Um Schlimmeres zu verhindern, fuhren sie ihren Mannschaftswagen links neben den BMW. 

Das überraschte den Jugendlichen so, dass der Beschuss endete.

An der Ausfahrt “Witten-Zentrum” konnte der BMW angehalten werden.

Die Beamten stellten die Personalien der fünf Insassen aus Hagen fest. Die vier Männer und eine Frau waren zwischen 17 und 19 Jahre alt. Sie wurden angezeigt. Die Polizei Dortmund bearbeitet nun den Fall.

Die Ermittler sind sicher: Dieses Verhalten hätte fatale Folgen haben können.

“Rückblickend ist es vermutlich nur der besonnenen Reaktion der betroffenen Autofahrer sowie der Bereitschaftspolizisten zu verdanken, dass diese lebensgefährliche Aktion auf der Autobahn keine schwerwiegenden Folgen verursacht hat”, heißt es in der Pressemeldung.

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