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10/02/2018 11:13 CET | Aktualisiert 10/02/2018 11:31 CET

Islam-Hasser verbrennt Koran – ein Muslim gibt ihm eine überraschende Antwort

"Glückwunsch, du hast dich selbst verarscht.”

  • Der muslimische Anwalt Qasim Rashid veröffentlichte auf Twitter eine Konversation mit einem Islam-Hasser
  • Der hatte ihm das Bild eines brennenden Korans geschickt – und musste dafür eine schlagfertige Antwort einstecken 
  • Im Video oben: Als seine Muslim-Theorie live im TV widerlegt wird, sagt ein US-Hardliner einfach nichts mehr

Hass kann aus Angst und Unwissen entstehen. Davon kann der amerikanische Anwalt und Menschenrechtsaktivist Qasim Rashid ein Lied singen.

Der Muslim veröffentlicht Bücher und Beiträge unter anderem zum Thema Islamophobie. Damit zieht er auch die Aufmerksamkeit rechter Hetzer und Islam-Hasser auf sich – sie versuchen in der Anonymität des Internets immer wieder, ihn zu beleidigen und zu provozieren.

“Eine Verbrennung ist ein mit der Scharia konformer Weg”

► Einen Bericht über den jüngsten Vorfall veröffentlichte Rashid auf seinem Twitter-Account.

► Ein anonymer Hetzer habe ihm ein Bild eines brennenden Korans geschickt.

Eine Geste, mit der er dem Muslim offenbar seine Verachtung gegen ihn und seine Religion ausdrücken wollte.

Mehr zum Thema: Sprachforscher vergleicht Gewaltdarstellungen in Koran und Bibel - das Ergebnis ist eindeutig

Doch das ging nach hinten los.

Denn der Anwalt antwortete: “Eine Verbrennung ist ein mit der Scharia konformer Weg, einen Koran zu entsorgen. Mit anderen Worten: Während du versucht hast, mich zu beleidigen, hast du in den USA die Scharia praktiziert. Und um es mit den Worten von DJ Khaled zu sagen: Glückwunsch, du hast dich selbst verarscht.”

Der Koran sollte vollständig verbrannt werden

Tatsächlich ist eine Verbrennung ein Weg, den viele islamische Gelehrte empfehlen, wenn ein Koran entsorgt werden soll – weil er zum Beispiel zerfleddert ist. Das berichtet die “Zeit”.

► Allerdings sollte diese nach bestimmten Richtlinien stattfinden und vollständig durchgeführt werden.

► Dagegen würde es als Beleidigung angesehen werden, das heilige Buch im Müll zu entsorgen. 

Was Rashid jedoch nicht erwähnt: Wenn ein Koran nicht zur Entsorgung, sondern aus böser Absicht verbrennt wird, gilt das durchaus auch als Beleidigung.

(sk)