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10/01/2018 18:38 CET | Aktualisiert 10/01/2018 22:33 CET

Früher war es ein Nobel-Hotel im Schwarzwald - heute soll es darin spuken

Selbsternannte Geisterjäger untersuchen das Hotel immer wieder.

  • Früher war die Waldlust ein Nobel-Hotel, das Adlige und Prominente beherbergte
  • Heute steht das Schlosshotel leer – und es soll angeblich darin spuken
  • Wie das ehemalige Hotel heute von innen aussieht, seht ihr im Video oben

Von außen lässt sich der Glanz vergangener Zeiten nur erahnen. Der Zahn der Zeit nagt schon lange am Schlosshotel Waldlust in Freudenstadt in Baden-Württemberg.

Das Waldlust galt früher als eines der vornehmsten Hotels im Schwarzwald. 1926 soll unter anderem König Gustav V. von Schweden in dem Nobel-Hotel gastiert haben. In den 1930er Jahren gingen hier Adlige und Filmstars ein und aus, um das Kur-Klima und den Luxus vor Ort zu genießen.

Heute erinnert nur noch die Inneneinrichtung an die prunkvolle Zeit, die das Jungendstil-Gebäude einst erlebt hat. Das ehemalige Nobel-Hotel ist verlassen. Und: Angeblich soll es seit geraumer Zeit darin spuken.

Das Hotel soll ein verfluchter Ort sein

In den 1960er Jahren sollen Angestellte berichtet haben, dass in dem Hotel Geister ihr Unwesen treiben sollen, wie beispielsweise “Travelbook” berichtet. Der Hintergrund: Während des zweiten Weltkriegs diente das Hotel als Lazarett. Mehrere Soldaten sind in dem Hotel gestorben.

Ihre Seelen sollen seitdem vor Ort ihr Unwesen treiben. Im Jahr 1949 soll auch die damalige Hotelbesitzerin Adele B. im Haus gewaltsam zu Tode gekommen sein und seitdem dort angeblich als Geist ihr Unwesen treiben.

Dieser Verdacht hat sich jedoch nicht bestätigt. Der Vorsitzender des Fördervereins für Kulturdenkmale in Freudenstadt, Siegfried Schmidt, kennt sich bestens mit dem Waldlust aus.

Er und der Verein kümmern sich um das heruntergekommene Hotel. Sie wollen es erhalten und verhandeln immer wieder mit möglichen Investoren über eine Übernahme.

Angestellte berichten immer wieder, dass es in dem Hotel spukt

Schmidt sagte der HuffPost, dass die damalige Hotelbesitzerin Adele B. in einem Krankenhaus eines natürlichen Todes gestorben sei. Doch warum behaupten dann Angestellte immer wieder, dass es in dem Hotel spuken würde?

Im weiteren Verlauf der Jahre berichteten Hotelangestellte immer wieder, dass sich im Waldlust seltsame Dinge abspielen würden. Die Rede sei von wackelnden Gläsern in der Bar und heruntergefallenen Bildern.

Plötzliche Kälteschauer und Modergeruch, sowie ein schreiendes Baby in der Nacht, obwohl kein Gast mit einem Baby anwesend gewesen sein soll. Auch der Aufzug soll ohne erdenkbaren Grund auf und ab gefahren sein.

Geisterjäger untersuchen das Hotel immer wieder

Für diese Vorkommnisse kann es plausible Erklärungen geben. Dennoch melden sich immer wieder Geisterjäger an, um den Geschehnissen in dem Hotel auf die Spur zu gehen, sagt Siegfried Schmidt der HuffPost.

So zum Beispiel das ”Ghosthunter-Explorer-Team”. Mit unterschiedlichsten Gerätschaften wollen sie belegen, was wie Unfug klingen mag: Dass es in dem Hotel tatsächlich spukt. 

Schmidt berichtet von unterschiedlichen Erfahrungen, die Geisterjäger im Waldlust machen. “Die Situationslage ist unsicher” sagt er. Er verweist darauf, dass es sich bei den Vorkommnissen um subjektive Wahrnehmungen handele.

Es existieren also keine Beweise, die belegen, dass es in dem Hotel tatsächlich spukt. Wer die Aufnahmen aus dem Inneren sieht, fühlt sich aber wohl eher an ein Gruselkabinett erinnert, als an ein Nobel-Hotel.

(ujo)