POLITIK
15/12/2017 10:01 CET | Aktualisiert 15/12/2017 10:04 CET

Bayerischer Innenminister Joachim Herrmann fordert bundesweite Grenzkontrollen

Joachim Hermann macht sich Sorgen.

  • Seit 2015 bestehen an der deutsch-österreichischen Grenze Kontrollen durch die Bundespolizei
  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert, dass sich Bund und Länder auf eine Lösung einigen
  • Ein Großteil der Flüchtlinge komme inzwischen über die ungesicherten Ost- und Westgrenzen

Joachim Hermann will Deutschland besser abschotten. 

Im Gespräch mit der “Passauer Neuen Presse” sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), es sei “unverständlich, dass weder an der Ost- noch Westgrenze in Deutschland ordentliche Grenzkontrollen stattfinden.

► “Wer über Frankreich, Belgien, Polen, Tschechien oder die Niederlande zu uns kommt, bleibt erstmal völlig unbehelligt.”

Seit Herbst 2015 finden an der bayerischen Grenze zu Österreich systematische Kontrollen statt. Die Bundespolizei stellte fest, dass “zahlreiche Flüchtlinge mit gefälschten Ausweisen über die Grenze wollen“, so Herrmann. Fast ein Drittel werde täglich an der Grenze zurückgewiesen.

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Das Vorgehen scheint zu funktionieren: Inzwischen kommt nur noch ein Viertel der Flüchtlinge über Österreich, der Rest komme laut Herrmann über die unkontrollierte deutsche Ost- und Westgrenze.

Joachim Herrmann befürchtet, “dass sich auch im neuen Jahr der überwiegende Großteil der Flüchtlinge seine Weg im Westen über Frankreich, Luxemburg, Belgien oder die Niederlande oder im Osten über Polen oder Tschechien suchen wird.“

(jg)