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15/01/2018 11:42 CET | Aktualisiert 15/01/2018 17:42 CET

Grippe oder Erkältung? Welche Symptome den Unterschied machen können

Eine eindeutige Diagnose kann aber nur ein Arzt stellen.

  • Eine Grippe beginnt plötzlich und heftiger als eine Erkältung
  • Doch nur ein Bluttest bringt Klarheit
  • Im Video erklärt eine Ärztin den Unterschied zwischen Grippe, Erkältung und Allergie

Die Grippewelle 2018 hat nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts in Deutschland begonnen.

“Im Schnitt trägt mehr als jeder fünfte Patient mit Grippe-Symptomen auch tatsächlich Influenza-Viren in sich”, sagte Sprecherin Susanne Glasmacher. “Das ist aber nicht ungewöhnlich und für die Jahreszeit auch normal.”

Doch woran erkennt man eine Grippe?

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Symptome von Grippe und Erkältung nicht sonderlich. Beide Krankheiten führen zu Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen, aber auch zu Fieber.

Ein Unterschied ist jedoch die Entwicklung und Schwere des Krankheitsbildes. 

Erkältung

Eine Erkältung kommt schleichend. So kratzt schon Tage zuvor der Hals, dann kommen Schnupfen und Kopfschmerzen hinzu. Die Erkrankten fühlen sich müde, abgeschlagen und haben leichtes Fieber, heißt es bei dem Gesundheitsportal “Internisten im Netz”.

Nach bis zu zwei Tagen Bettruhe geht es ihnen aber oft schon wieder besser. Nach rund einer Woche ist die Erkältung dann in der Regel wieder abgeklungen und der Betroffene selbst wieder fit.

Grippe

Die Grippe hingegen bricht ein bis zwei Tage nach Ansteckung plötzlich aus und das Krankheitsbild ist erheblich schwerer: Zunächst noch fit, dann schon Kopf- und Gliederschmerzen. Husten, Heiserkeit und Schnupfen sind weitere Symptome.

Das Fieber kann bis zu 41 Grad hoch sein, heißt es in dem Artikel. Fünf bis sieben Tage lang muss man sich ausruhen, um sich wieder besser zu fühlen. Gleichzeitig schützt ihr damit andere Menschen. Denn Influenza ist sehr ansteckend – und kann einen tödlichen Verlauf haben.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät vor allem dann zu einem Arztbesuch, wenn starke Krankheitssymptome auftauen oder sie sich erneut verschlimmern

Wichtig zu wissen: Es können bei einer Grippe nur die Beschwerden behandelt werden.

Gegen Grippe-Viren gibt es übrigens eine Impfung, gegen Erkältung nicht.

Influenza-Viren lassen sich nur mit einem Bluttest nachweisen

Eine eindeutige Klärung ist nur mit einem Bluttest möglich. Die Grippe wird nämlich nur durch den Influenza-Virus ausgelöst, gegen den es auch eine Impfung gibt.

Eine Erkältung kann hingegen von mehr als 200 Erreger ausgelöst werden – meist Viren. Mit einem Test kann der Arzt daher herausfinden, welche Erkrankung vorliegt.

So ist die Lage in Deutschland 

► Die häufigsten nachgewiesenen Influenza-Viren gehörten in diesem Winter bisher zum Typ B.

Im vergangenen Jahr dominierte Typ A, der oft zu mehr Todesfällen bei Grippewellen führt.

Typ-B-Viren gelten deshalb aber nicht als harmlos. Das Vorkommen der Viren kann sich im Lauf der rund drei Monate dauernden Grippesaison auch noch verändern.

Moderat bis deutlich erhöhte Werte gebe es Mitte Januar bereits für Hessen und Nordrhein-Westfalen, heißt es vom Robert-Koch-Instituts. Der Osten und der Norden des Landes seien bisher noch nicht so stark betroffen.

“Regionale Unterschiede sind auch normal. Am Ende kommen alle dran”, sagte die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts.

(ll)