NACHRICHTEN
11/01/2018 10:38 CET | Aktualisiert 11/01/2018 11:40 CET

Neubrandenburg: Junger Hund erfriert direkt vor einem Tierheim

Wieso hat der Täter den Hund sterben lassen und nicht einfach im nur wenige Meter entfernten Tierheim abgegeben?

  • In Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Unbekannter einen kleinen Hund nur wenige Meter vor einem Tierheim sterben lassen
  • Jetzt ermittelt die Polizei und sucht nach Zeugen

Ein brutaler Fall von Tierquälerei beschäftigt die Mitarbeiter des Tierheims in Neubrandenburg: Ein Unbekannter hat einen jungen Hund an einen Pfahl gebunden und erfrieren lassen – nur 50 Meter von dem Tierheim entfernt.

Ein Passant hatte am Sonntagmorgen den kleinen Terrier-Mischling bemerkt, der unbewegt neben dem Pfahl am Boden gelegen habe. Er informierte daraufhin das Tierheim. Guntram Prohaska, Geschäftsführer des Sozial- und Jugendzentrums Hinterste Mühle, das auch das Tierheim betreibt, berichtete dem “Nordkurier” von dem Fall.

Dem hilflosen Hund wurde sogar das Maul zugebunden 

Ein Tierheim-Mitarbeiter sei sofort zu dem Hund geeilt – doch der kleine Mischling war schon tot gewesen. Der Täter habe dem unterernährten, hilflosen Tier sogar das Maul zugebunden, damit es nicht auf sich aufmerksam machen konnte.

Nun ermittelt die Polizei und sucht Zeugen, die gesehen haben, wer den kleinen Hund in der Bergstraße an den Pfahl gebunden und so dem Tod ausgesetzt hat.

Einen Aufruf mit Bildern teilte die Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern auf Facebook.

“Eine Sauerei”

Ob der kleine Hund an Unterernährung gestorben oder erfroren ist, darüber wollen die Tierheim-Mitarbeiter laut “Nordkurier” nicht spekulieren. “Auf alle Fälle ist es eine Sauerei”, erklärte Prohaska der Zeitung.

Er fragt sich, wieso der Täter den Hund sterben gelassen und nicht einfach im nur wenige Meter entfernten Tierheim abgegeben hat? 

Besonders kurios: Der Terrier-Mischling hatte sogar eine Steuermarke der brandenburgischen Stadt Prenzlau am Hals. Darüber konnten die Behörden zwar den Haushalt ermitteln, zu welchem der Hund gehörte. Ob die Halter auch die Täter sind, ist allerdings noch unklar. 

Auch deshalb soll jetzt in Rostock ein pathologisches Gutachten erstellt werden, das Aufschluss darüber geben soll, wie der kleine Hund zu Tode gekommen ist.

(mf) 

Gesponsert von Knappschaft