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09/02/2018 10:59 CET | Aktualisiert 09/02/2018 12:53 CET

Baltimore: Hamster darf nicht mit ins Flugzeug – dann muss er sterben

Die Fluggesellschaft habe ihr versichert, dass der Hamster mit an Board dürfe, sagte die 21-Jährige.

Oxygenum via Getty Images
“Sie (Pebbles) hatte Angst. Ich hatte Angst. Es war entsetzlich zu versuchen, sie in die Toilette zu packen“, schilderte Aldecosea das Geschehen. 
  • Eine junge Frau wollte mit ihrem Hamster einen Flug antreten
  • Die Fluggesellschaft habe ihr verboten, das Tier mit an Bord zu nehmen – stattdessen sollte sie ihn die Toilette runterspülen

Eine US-Fluglinie soll einer Passagierin empfohlen haben, ihren Hamster in einer Toilette hinunterzuspülen – denn Tiere seien in den Flugzeugen nicht erlaubt.

Belen Aldecosea, die Besitzerin von Hamster “Pebbles”, sagte der amerikanischen Zeitung “Miami Herald”, dass sie zwei Mal bei der Fluggesellschaft angerufen habe und ihr jedes Mal versichert wurde, dass sie den Hamster mit an Bord nehmen könne. Aldecosea wollte von Baltimore nach Fort Lauderdale fliegen. 

Der Hamster diene ihr als Stütztier, vom Arzt verschrieben, sagte sie der Airline. Das Tier brauche sie als emotionale Stütze – denn sie hatte eine schwere Operation vor sich. Ihr sollte ein Tumor am Hals entfernt werden.

Den Hamster die Toilette herunterzuspülen, käme nicht in Frage. 

Sie habe zehn Minuten auf der Toilette geweint

Sie habe vergeblich versucht ein Auto zu buchen um damit nach Fort Lauderdale zu fahren, habe dann ihren Flug verschoben um Zeit zu gewinnen – auch hätte sie niemanden gefunden, der sich um das Tier hätte kümmern können.

► Sie habe aber unbedingt nach Fort Lauderdale kommen müssen – denn dort sollte ihre Operation stattfinden.

Vier Stunden später habe die 21-Jährige letztendlich doch getan, was die Fluggesellschaft ihr vorgeschlagen hatte, sagte sie dem “Miami Herald”. Sie spülte Hamster Pebbles die Toilette herunter.

“Sie (Pebbles) hatte Angst. Ich hatte Angst. Es war entsetzlich zu versuchen, sie in die Toilette zu packen“, schilderte Aldecosea das Geschehen. Sie habe bestimmt zehn Minuten auf der Toilette gesessen und geweint.

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Ein Sprecher streitet die Aussagen ab

Ein Sprecher der Fluglinie räumte ein, der Passagierin sei fälschlicherweise gesagt worden, dass der Hamster an Bord erlaubt sei.

Auch die Verletzung des Tieres wird abgestritten: “Um es klar zu sagen: Keiner unserer Mitarbeiter hat dem Fluggast jemals gesagt, ein Tier die Toilette hinunterzuspülen oder es anderweitig zu verletzen.

Die Fluggesellschaft bot ihr einen Gutschein für einen Freiflug an, doch Aldecosea lehnte ab. Sie ziehe es in Betracht die Gesellschaft zu verklagen, schreibt “Miami Herald”.

(ks)