NACHRICHTEN
19/01/2018 20:59 CET

Fast jeder sechste Hartz-IV-Empfänger ist Flüchtling

Die Bundesagentur für Arbeit ist keineswegs überrascht.

  • Die Bundesagentur für Arbeit berichtet von einem Anstieg der Hartz-IV-Leistungen für Flüchtlinge
  • Eine Sprecherin erklärt, wieso das eine positive Nachricht ist

Daten der Bundesagentur für Arbeit belegen, dass im September 2017 fast jeder sechste Hartz-IV-Empfänger aus einem Asylherkunftsland stammte. Die acht wichtigsten Länder sind hier: Syrien, Irak, Afghanistan, Eritrea, Iran, Pakistan, Somalia und Nigeria.

► Die Daten liegen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vor.

Auch Menschen berücksichtigt, die schon länger im Land leben

Die Hartz-IV-Leistungen für Flüchtlinge sind zwar demnach deutlich gestiegen, doch es fallen auch Menschen in die Statistik, die bereits länger hier leben.

Die Leistungen für Menschen aus gefährdeten Ländern, die nun in Deutschland wohnen, stiegen um 65 Prozent an. Vielen von ihnen kamen 2015 in die Bundesrepublik.

Gemeldete können vorbereitet werden 

Die Bundesagentur für Arbeit rechnete allerdings mit diesem Anstieg. Eine Sprecherin sagte auf RND-Anfrage, dass es nicht überraschend sei, dass nun mehr Menschen auf diese Leistungen angewiesen seien.

Es sei sogar eine gute Nachricht: Alle, die nun als arbeitssuchend gemeldet sind, können gezielt auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden.

► Hier würden vor allem Sprachkurse und Maßnahmen zur Berufsvorbereitung zum Einsatz kommen.   

(jg)