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09/01/2018 22:23 CET | Aktualisiert 09/01/2018 22:43 CET

Ex-Trump-Berater Bannon verlässt "Breitbart News"

Top-News To Go.

Bloomberg via Getty Images
Steve Bannon bei einem Auftritt für den Republikaner Roy Moore in Alabama vor der Senatswahl.

Steve Bannon, früherer Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, verlässt die rechte Nachrichtenseite “Breitbart News”.

Das ist passiert: 

► Bannon trete als Vorstandsvorsitzender von “Breitbart News” zurück, teilte das Unternehmen auf “Breitbart News” mit.

► Laut der “New York Times” habe die Schirmherrin und Investorin Rebekah Mercer diesen Schritt veranlasst, weil der Skandal um Bannons Äußerungen in dem Trump-Enthüllungen nicht abflaue.

► Bannon werde zusammen mit dem Unternehmen an einem reibungslosen Übergang arbeiten, heißt es in einer Mitteilung auf “Breitbart News”.

Darum ist es wichtig: 

Die Äußerungen von Bannon in “Fire and Fury” hatten für mächtig Wirbel gesorgt. So soll der Ex-Trump-Berater das Treffen von Donald Trump Jr. mit einer russischen Anwältin als “verräterisch” und “unpatriotisch” bezeichnet haben.

US-Präsident Donald Trump attackierte Bannon daraufhin scharf. Bannon entschuldigte sich für seine Aussagen in “Fire and Fury”.

Nach dem Skandal wandte sich auch der Milliadärs-Clan der Mercers von Bannon ab. Die Familie war eine der wichtigsten Geldgeber der Wahlkampf-Kampagne Trumps.

Die Mercers haben sich im Konflikt zwischen Bannon und Trump endgültig für eine Seite entschieden, wie der Abgang Bannons von “Breitbart News” zeigt.

Mehr zum Thema: Trump-Enthüllungsbuch “Fire and Fury”: Das müsst ihr über den Insider-Bericht wissen 

Was ihr noch wissen müsst: 

Die “Vanity Fair” hatte kürzlich berichtet, dass Bannon eine Präsidentschaftskandidatur 2020 anstreben könnte. “Ich bin kein Politiker”, sagte er dem US-Magazin, “ich bin ein Revolutionär.”

Nun hat Bannon aber nicht nur seine Verbündeten im Weißen Haus und seine Geldgeber verloren – sondern auch sein Sprachrohr “Breitbart News”, mit dem er im US-Wahlkampf 2016 noch erfolgreich für Trump Stimmung gemacht hatte.

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