POLITIK
06/02/2018 12:42 CET

EU nennt die Brexit-Pläne der britischen Regierung "unrealistisch"

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Hannah Mckay / Reuters
Keine guten Aussichten.

Brüssel hat die Pläne der britischen Regierung über die zukünftigen Handelsbeziehungen mit der EU als “unrealistisch” verworfen.

Das ist passiert:

► Die britische Regierung stellte beim Besuch des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier am Montag in London klar: Das Land strebt keine Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion an.

► Mit diesem Szenario drohen Zölle und Kontrollen beim Warenverkehr zwischen Großbritannien und der EU. Handelsbarrieren will Großbritannien allerdings unbedingt verhindern.

► Daher machte die Regierung zwei Vorschläge für die Zeit nach dem Austritt: ein extra Tarif für Güter aus der EU oder High-Tech-Methoden zur Zollüberprüfung von EU-Gütern.

► Brüssel habe London aber deutlich gemacht, dass die Vorschläge “unrealistisch” beziehungsweise nicht praktikabel seien, sagte ein Vertreter aus Brüssel der britischen Ausgabe der HuffPost.

Darum ist es wichtig: 

Die zukünftigen Handelsbeziehungen gehören mit zu den kniffligsten Punkten der Brexit-Verhandlungen. Nun hat Brüssel den Plänen Londons eine Absage erteilt. Zugleich hat die EU den Druck auf die britische Regierung weiter erhöht.

Großbritannien soll die knappe Verhandlungszeit nicht mit “unvereinbaren” Forderungen verschwenden, berichtet die britische HuffPost aus Verhandlungskreisen.

Mehr zum Thema: “Bis zum bitteren Ende”: Wie sich an der irisch-nordirischen Grenze der Brexit entscheidet

Was ihr noch wissen müsst:

Die britische Premierministerin hatte zuletzt gesagt, EU-Bürger, die während einer Übergangszeit nach dem EU-Austritt 2019 nach Großbritannien kommen, sollten kein volles Bleiberecht bekommen.

► Die Verhandler aus Brüssel hätten May bei ihrem Besuch in London gewarnt, dass dieses Vorhaben unter EU-Recht illegal sei.