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20/12/2017 16:03 CET

Essen: Clanmitglieder verbreiten Angst und Schrecken in Wohnviertel

Kriminelle Clans versetzen eine ganze Stadt in NRW in Angst und Schrecken

  • In der Essener Innenstadt verbreiten kurdisch-libanesische Clan-Mitglieder Angst und Schrecken
  • Eine Interessensgemeinschaft aus der Essener Nord-City hat deshalb einen Hilferuf abgesetzt
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Eine Interessensgemeinschaft aus der Essener Nord-City hat einen Hilferuf abgesetzt. Kurdisch-libanesische Clans sorgen in der Innenstadt für Angst bei den Anwohnern.

Wie die Regionalzeitung “WAZ” berichtet, wirft die Immobilien- und Standortgemeinschaft City Nord – kurz ISG – den Clan-Mitgliedern “permanente Rechts- und Regelverstöße bis hin zu organisiertem kriminellen Verhalten“ vor.

“Sachbeschädigungen, Beleidigungen, Bedrohungen”

In der ISG-Erklärung ist zudem die Rede von “Sachbeschädigungen, Beleidigungen, Bedrohungen“. Auch sollen die Mitglieder nicht vor der “Anwendung von Gewalt“ zurückschrecken. Ansässig seien die Clan-Mitglieder im Quartier rund um die I. Weberstraße.  

Laut Bericht handelt es sich um so genannte Mhallami-Libanesen. Diese Volksgruppe hat ihren Ursprung im heute türkischen Teil Kurdistans, siedelte später in den Libanon über, von wo aus einige nach Deutschland flüchteten. Hauptsächlich sollen sie in Berlin, Bremen und Essen ansässig sein.

“Netzwerk illegaler Geldschöpfung”

Weiter heißt es in dem Bericht, die Clan-Mitglieder würden in der Nord-City Shisha-Bars und Grill-Stuben beitreiben sowie zunehmend Immobilien kaufen. In dem ISG-Appell ist die Rede von einem “Netzwerk illegaler Geldschöpfung“, offenbar ist damit Geldwäsche gemeint.  

Der ISG-Vorstand macht sich nun dafür stark, einen “Arbeitskreis Sicherheit I. Weberstraße“ ins Leben zu rufen. Dieser soll einen ständigen Austausch von Verwaltung, Polizei und Staatsanwaltschaft mit Vertretern der Bürgerschaft gewährleisten.

“Wir werden der Lage nicht wirklich ernsthaft Herr”

Wie angespannt das Verhältnis zwischen Stadt und Polizei inzwischen ist, verrät der letzte Satz der ISG-Erklärung. “Erst bei sichtbaren Ergebnissen wird sich wieder ein hinreichendes Vertrauen in die staatlichen Instanzen herstellen lassen, das für ein friedlichen Neben- und vor allem Miteinander unabdingbar ist.“

Immer wieder berichten Medien über die zunehmende Brutalität der Familien-Clans. Auch der Machtbereich der Clans breitet sich immer weiter aus. Während früher Essen das Zentrum war, sind inzwischen auch Städte wie Gelsenkirchen, Mülheim und Duisburg betroffen. “Wir werden der Lage nicht wirklich ernsthaft Herr”, sagt Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter dem “WDR” im Juni 2017.

(best)

 

 

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