LIFESTYLE
09/01/2018 17:19 CET

Schnee in der Sahara: Algerier staunen über seltenes Naturereignis

Das Naturschauspiel ereignete sich bisher nur drei Mal.

  • Auf den ersten Blick sieht es wie ein Foto einer Schneelandschaft aus
  • Doch das Bild wurde in einer der heißesten Gegenden der Welt aufgenommen: der Sahara 
  • Oben im Video seht ihr Aufnahmen von dem Naturereignis

Es ist ein seltenes Naturereignis, das sich bisher nur drei Mal ereignete: Schnee in der Sahara. 

Am vergangenen Sonntag hat es in Ain Sefra, einer algerischen Stadt in der Wüste, geschneit. Der Fotograf Hamouda Ben Jerad hat das in atemberaubenden Aufnahmen festgehalten. 

Laut dem deutschen Wetterdienst herrschen im Winter in der Sahara Temperaturen zwischen zwölf und 24 Grad Celsius. Temperaturen, bei denen man einen Schneefall eigentlich nicht erwarten würde.

Doch kalte Luft in Verbindung mit einem Tiefdruckgebiet brachte Schnee in die Stadt und die umliegenden Dünen und Bergen. 

NASA Worldview
Ein Satellitenbild vom 7. Januar 2018 zeigt den Schnee über der Wüstenstadt Ain Sefra.

Es kam bisher nur drei Mal vor

Insgesamt anderthalb Stunden lag der Schnee auf den Dünen, dann ist er geschmolzen. In den Bergen und in der Stadt selbst konnte der Schnee etwas länger bestaunt werden.

Dieses seltene Naturschauspiel ereignete sich verschiedenen Medienberichten zufolge in der Sahara erst drei Mal: im Februar 1979, im Dezember 2016 und im Januar 2018. 

Einige könnten nun behaupten, dass dieses Ereignis der Beweis dafür ist, dass der Klimawandel nicht existiert. Doch Studien und Wissenschaftler zeigen deutlich, dass sich die Durchschnittstemperatur der Atmosphäre und Meere in den letzten 150 Jahren gesteigert hat. 

Anderthalb Stunden Schnee in der Wüste ist noch lange kein Beweis dafür, dass die Erderwärmung nicht existiert.

Mehr zum Thema: Von wegen Fortschritte beim Klimaschutz: CO2-Ausstoß steigt erstmals seit 3 Jahren wieder 

(ujo)