POLITIK
02/01/2018 16:01 CET | Aktualisiert 02/01/2018 17:26 CET

Ernüchternde Umfrage für die CSU: Absolute Mehrheit ist in weiter Ferne

Und Markus Söder hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.

NurPhoto via Getty Images
Im Dezember hatte sich die CSU-Führung darauf geeinigt, dass Markus Söder Horst Seehofer im ersten Quartal dieses Jahres an der Regierungsspitze ablöst.

Markus Söder sollte es für die CSU richten.

Aber auch nach dem Wechsel an der Spitze der CSU bleibt die Partei in den Umfragen hinter ihren Ansprüchen zurück.

Das ist passiert:

► In einer am Dienstag veröffentlichten Landtagswahl-Umfrage im Auftrag des Senders Sat1.Bayern legt die CSU im Vergleich zu Ende November nur um zwei Punkte auf jetzt 39 Prozent zu.

► Auch die Persönlichkeitswerte für den neuen Ministerpräsidenten Markus Söder könnten besser sein: Zwar sagten 77 Prozent der Befragten, Söder vertrete die Interessen Bayerns, 73 Prozent nannten ihn durchsetzungsfähig und 71 Prozent führungsstark.

► Aber nur 45 Prozent halten ihn der Umfrage zufolge “voll und ganz” oder “eher” für ehrlich, 49 Prozent eher nicht oder gar nicht.

Darum ist es wichtig: 

► Im Dezember hatte sich die CSU-Führung darauf geeinigt, dass Söder Horst Seehofer im ersten Quartal dieses Jahres an der Regierungsspitze ablöst.

Das Ziel: Bei den Landtagswahlen im Herbst wieder die absolute Mehrheit zu erlangen. Das scheint aktuell in weiter Ferne.

► Das zeigt: Die CSU scheint von einem Führungsproblem ins nächste zu schlittern. Seehofer hatte sich in der Flüchtlingskrise im Kampf für eine Obergrenze aufgerieben - Söder muss sich bei den Wählern offensichtlich erst Vertrauen erkämpfen.

Das solltet ihr noch wissen: 

Ein Ziel hat die CSU aber wohl schon erreicht: Der AfD ein paar Wähler abspenstig zu machen. Die AfD kam in der Umfrage auf 12 Prozent - zwei Prozentpunkte weniger als Ende November.

Mehr zum Thema: FDP-Chef Lindner will CSU-Alleinregierung in Bayern beenden

(mf)

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