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30/01/2018 17:45 CET | Aktualisiert 30/01/2018 17:52 CET

Dieser Mann plant mit seiner Sex-Puppe Kinder zu bekommen

Noch vor kurzem war Sergi Santos ein anerkannter Wissenschaftler.

Albert Gea / Reuters
Santos ist klar, dass sein Plan ein Kind mit einer Künstlichen Intelligenz zu “zeugen” viele Menschen die Stirn runzeln lässt.
  • Sergi Santos hat einen weiblichen Roboter mit künstlicher Intelligenz geschaffen
  • Mit diesem möchte er zukünftig Kinder bekommen – die sollen mit Hilfe eines 3D-Druckers entstehen

Sergi Santos ist ein spanischer Wissenschaftler und Erfinder. Mit außergewöhnlichen Ideen. Der Spanier will unsere Gesellschaft grundlegend verändern – indem er weibliche Sex-Roboter baut.

Doch damit hört seine Zukunftsvision nicht auf. Denn laut der britischen Zeitung “The Sun” ist Santos der Meinung, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Ehen zwischen Robotern und Menschen normal werden.

Der nächste Schritt nach der Ehe wären bei vielen Menschen Kinder. Und auch das möchte Santos bald verwirklichen. Er arbeitet schon lange an seinem Sex-Roboter Samantha – bisher hat sie rund acht verschiedene Programme, wie zum Beispiel Entertainment, Schlaf oder diverse sexy Modi – und sie kann realistische Orgasmus-Geräusche von sich geben.

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Das Kind käme durch einen 3D-Drucker auf die Welt

“Ich kann Roboter Kinder haben lassen. Das ist nicht so schwer. Ich würde liebend gerne ein Baby mit einem Roboter haben”, sagt Santos gegenüber der “Sun”.

Der Plan sei, das “Gehirn”, das er ihr gegeben hat, aufzustocken. Er wolle es so programmieren, dass sie moralische Werte und die Konzepte von Schönheit und Gerechtigkeit versteht, so wie die Werte, die Menschen im Allgemeinen haben.

“Ich würde einen Algorithmus mit meinen eigenen Ansichten kreieren und den dann mit ihren Gedanken verbinden – das Ergebnis wird dann mit einem 3D-Drucker erstellt”, erklärt er seinen theoretischen Vorgang der britischen Zeitung.

“Das ist alles. Ich drucke unser gemeinsames Roboter-Kind mit einem 3D-Drucker. Ich sehe darin keine Schwierigkeiten.”

Albert Gea / Reuters
Bevor er anfing, Sex-Roboter zu produzieren, reiste Santos durch die Welt und hielt anerkannte Vorträge über Nanotechnologie.

Roboter werden unsere Kinder und Enkel heiraten

Bald wären diese Puppen auch nichts mehr, was im Schrank oder unter dem Bett versteckt werden müsse, meint der Wissenschaftler. Eine Hochzeit zwischen Mensch und Maschine sei gar nicht mehr so weit entfernt.

Bald würden Roboter unsere Jobs übernehmen und unsere Kinder und Enkel heiraten.

Santos zieht einen einfachen Vergleich: “Man muss sich nur zurückerinnern, dass Handys früher auch als unnötig angesehen wurden. In der heutigen Gesellschaft können wir kaum ohne sie leben.”

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Santos war ein angesehener Experte der Nanotechnologie

Santos Frau sieht die Beziehung mit dem Roboter Samatha offenbar gelassen.

Maritsa Kissamitaki und Santos sind schon seit 16 Jahren verheiratet und laut der “Sun” hilft sie ihm sogar, in seinem Labor weitere Prototypen von Sex-Robotern zu entwickeln.

Der Wissenschafter selbst studierte Elektrotechnik, Nanotechnologie, Künstliche Intelligenz (KI), Werkstoffwissenschaften und Angewandte Materialforschung.

Bevor er anfing, Sex-Roboter zu produzieren, war er ein angesehener Experte der Nanotechnologie – er hielt unter anderem an der Yale University in den USA Vorträge.

Albert Gea / Reuters
Eine Hochzeit zwischen Mensch und Maschine sei gar nicht mehr so weit entfernt, meint Santos.

Die Menschheit wird aussterben

Santos ist klar, dass sein Plan, ein Kind mit einer Künstlichen Intelligenz zu “zeugen” viele Menschen sprachlos macht. Aber eine Gefahr sähe er zum jetzigen Zeitpunkt (noch) nicht, sagt er gegenüber “The Sun”.

Aber er gehe davon aus, dass die Menschen in einer weit entfernten Zukunft sowieso nicht mehr existieren – die “Hybriden”, oder einfach auch nur Roboter, würden dann die Erde bevölkern. 

Vor 60 Millionen Jahren sei die Erde schließlich auch noch vor Dinosauriern bevölkert gewesen – und wie die Urzeit-Echsen wird der Mensch, wenn es nach Santos geht, aussterben. Und den Robotern Platz machen. 

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(ks)