Darum sind Frauen immer müde

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Frauen schlafen im Durchschnitt länger als Männer, sie klagen aber viel öfter über Schlafprobleme. Gemeinsam mit der KNAPPSCHAFT erklären wir, woran das liegt und geben sieben Tipps – für Männer und für Frauen.

Dein Schlaf ist dann gesund, wenn er für dich gar kein Thema ist. So lautet die ganz einfache Faustregel aller Schlafforscher. Bei vielen Frauen ist aber das genaue Gegenteil der Fall: Jede Zweite hätte gerne mehr Schlaf. Bei den Männern sind es nur 42 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben. Gleichzeitig aber schlafen die Frauen im Schnitt 20 Minuten länger pro Nacht als Männer.

Dieser Widerspruch ist leicht zu erklären – er hat mit dem Gehirn der Frauen zu tun. Denn das ist anders vernetzt und komplexer aufgebaut als das Gehirn von Männern. Frauen haben einfach aktivere Oberstübchen. Das klingt zwar erst mal charmant, bewirkt aber, dass viele Frauen Probleme beim Einschlafen bekommen. Sie grübeln öfter, machen sich mehr Sorgen, sind nervöser und zermartern sich den Kopf wegen anstehender Ereignisse.

Und dann hat sie endlich zum Schlaf gefunden – und all diese Gedanken müssen des Nachts noch geordnet werden. Deswegen brauchen Frauen einfach etwas mehr Schlaf als Männer. Jetzt, wo das biologisch geklärt ist, gibt es nur noch eine Frage: Wie findet frau trotzdem mehr erholsamen Schlaf?

Das können Frauen bei Schlaflosigkeit tun:

  • Gönn dir vor dem Schlafen eine Auszeit: Musik hören, ein gutes Buch lesen, ein Gespräch führen oder Entspannungsübungen machen. Und das alles besser ohne Smartphone.
  • Ritualisiere das Zubettgehen: Mit einem bestimmten Song und einer Tasse Tee zum Beispiel.
  • Lege Ohrstöpsel bereit. Die himmlische Ruhe schafft auch Stille im Kopf.
  • Und direkt daneben eine To-Do-Liste, auf die du all die kreisenden Gedanken schreiben kannst.
  • Bei echter körperlicher Unruhe: Nochmal aufstehen und eine Tasse Milch mit Honig trinken.
  • Hör auf deinen Körper. Und wenn es sein muss, darfst du das Bett auch für dich beanspruchen. Frauen schlafen alleine ruhiger, das ist erwiesen.
  • Wenn es gar nicht geht, mach einfach etwas ganz anderes. Das nennt man „Paradoxe Intervention“ und lenkt die Aufmerksamkeit auf etwas anderes. So nimmst du dir selbst den Druck, unbedingt einschlafen zu müssen.

Das können Männer für die Frauen tun:

  • Biete ihr deine Hilfe an.
  • Ein paar nette Worte deinerseits können Wunder bewirken.
  • Biete an, in einem anderen Zimmer zu schlafen. Viele Schlafprobleme kommen auf, weil wir uns eingeengt fühlen.
  • Es gibt einen Tantra-Trick, der nicht nur für mehr Lust im Bett sorgt: Ganz bewusst gleichmäßig atmen und sie zum Mitmachen auffordern – Das Gleichmäßige schwappt direkt über auf die Bettnachbarin.
  • Wie wäre es mit Verführung? Danach schläft bekanntlich jeder gut.
  • Falls sie dir immer wieder sagt, du schnarchst, trittst oder redest im Schlaf – dann tu ihr den Gefallen und lass das behandeln.
  • Erzähl ihr diese Geschichte aus grauer Vorzeit: Als die Menschen noch in Höhlen lebten, konnten sie nur in der Gruppe sicher sein. Wer alleine zurückblieb musste mit gefräßigen Tieren rechnen. Wenn sie also heute alleine im Bett liegt, schläft sie zwar vielleicht entspannter, aber euer beider Urinstinkt bleibt die ganze Nacht lang wach. Also: Kuscheln, Augen schließen und gemeinsam Schäfchen zählen.

Gerade bei Paaren ist ein großer Störfaktor übrigens die Erwartungshaltung an das gemeinsame Bett. Das ist ja schließlich das Symbol schlechthin für die enge Verbundenheit. Darin sollte also möglichst alles gleichzeitig Platz finden: Nähe, Verbundenheit, aber auch guter und erholsamer Schlaf. Ein offenes Gespräch darüber, was ihr beide braucht, um wirklich alles zu haben, kann Wunder wirken.

Noch mehr gute Tipps für den perfekten Schlaf kannst du auch von einer richtig guten Kasse bekommen. Die KNAPPSCHAFT zum Beispiel weiß, dass Prävention für alle Beteiligten sinnvoller ist, als teure Medikamente und schlaflose Nächte. Wie sie das macht, und was du davon hast – das erfährst du hier.