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30/01/2018 11:36 CET | Aktualisiert 30/01/2018 11:37 CET

DAK: Mehr Fehltage – warum Krankenmeldungen 2017 zugenommen haben

Das zeigen Zahlen der Krankenkasse DAK.

South_agency via Getty Images
Die Fehltage haben zugenommen.
  • Der Krankenstand ist auf 4,1 Prozent in Deutschland gestiegen
  • Arbeitnehmer blieben häufiger wegen Erkältungen daheim

Erkältung, Rückenschmerzen und psychische Probleme: Deutschlands Arbeitnehmer haben sich im vergangenen Jahr wieder häufiger krank gemeldet. Der Krankenstand stieg von 3,9 Prozent 2016 auf 4,1 Prozent im Jahr 2017.

Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten aktuellen Auswertung der gesetzlichen Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor.

► Demnach machten Atemwegserkrankungen den Deutschen zu schaffen: Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

► Ausfälle durch psychische Erkrankungen stiegen dagegen nur leicht um knapp 1,5 Prozent.

Wie der Krankenstand berechnet wird

Der Krankenstand ergibt sich für gesetzliche Krankenkassen aus der Anzahl der gemeldeten Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherten in den vergangenen 365 Tagen.

18 Fehltage mehr wegen Erkältung

Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (53,9 Prozent) ging demnach auf das Konto von drei Diagnosegruppen: Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen (21,8 Prozent), psychische Erkrankungen (16,7 Prozent) und Atemwegserkrankungen (15,4 Prozent).

Der DAK-Statistik zufolge verursachten 2017 Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit – bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte – rund 230 Fehltage, 18 Tage mehr als 2016.

Frauen häufiger krank als Männer

Fast jeder zweite Berufstätige bundesweit war 2017 mindestens einmal krankgeschrieben (48,6 Prozent) – Frauen häufiger als Männer. Bei Frauen lag der Krankenstand bei 4,4 Prozent, bei Männern bei 3,8 Prozent.

Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren 2017 Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit 4,8 Prozent sowie das Gesundheitswesen mit 4,7 Prozent.

► Den niedrigsten Krankenstand hatte der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit 2,8 Prozent.