POLITIK
14/02/2018 08:33 CET | Aktualisiert 15/02/2018 12:31 CET

"Markus Lanz": CDU-Insider stellt Spahn bloß – der ist sprachlos

“Ich bin gerade etwas sprachlos”, erklärte Markus Lanz.

Screenshot / ZDF
Da fiel auch Spahn nichts mehr ein.
  • Wäre CDU-Politiker Jens Spahn ein passender Generalsekretär seiner Partei? 
  • Auf keinen Fall, meint Journalist und Politikberater Michael Spreng – und stutzt den ebenfalls anwesenden Spahn zurecht

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat sich schon im Dezember aus dem politischen Tagesgeschäft zurückgezogen – krankheitsbedingt.

Zwar hatte der Politiker erklärt, nach seiner Genesung wieder aktiv in die Politik einzusteigen, dennoch fing Markus Lanz in seinem ZDF-Talk schon eine Nachfolgedebatte an. 

“Welche Rolle spielt künftig der Generalsekretär der CDU?”, will Lanz von Michael Spreng, Journalist und Politikberater, wissen. “Und wer könnte das machen?”

Spreng, der etwa Edmund Stoiber im Wahlkampf beriet, weißt nicht, wer das sein könnte. Allerdings erklärte er: “Ich glaube aber nicht, Herr Spahn.” Und ergänzte:

Dazu gehört ein besonderes Vertrauens- und Loyalitätsverhältnis zwischen der Kanzlerin und dem Generalsekretär – und das sehe ich bei den beiden nicht. Michael Spreng

Dazu muss man wissen: CDU-Politiker Jens Spahn saß Spreng genau gegenüber – und kam mächtig ins Schwitzen.

Schroffe Abfuhr gegen Spahn

Während Spreng Spahn seine Abfuhr direkt ins Gesicht sagte, zoomte die Kamera immer näher an Spahn heran. Man sah, wie es in dem Jungpolitiker brodelte. 

Als die Spannung kaum noch zu steigern war, brach im Publikum plötzlich Lachen aus. Und Spahn versuchte die schroffe Absage mit einem Lächeln zu überspielen. 

Spahn: “Ich arbeite jedenfalls gut mit der Frau Bundeskanzlerin zusammen”

“Ich bin gerade etwas sprachlos”, warf Lanz überrascht in die Runde – während Spahn noch immer nach einer passenden Antwort suchte. 

“Also”, fing er schließlich an. “Ich mache jetzt nicht solche Diskussionen übers Fernsehen.” Das werde die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheiden. 

► “Ich kann nur eins sagen”, betonte Spahn und schaute Spreng dabei demonstrativ an: “Ich arbeite jedenfalls gut mit der Frau Bundeskanzlerin zusammen und wir haben auch schon manche Schlacht zusammen geschlagen.”

Spahn habe im Wahlkampf dafür gekämpft, dass Merkel Bundeskanzlerin bleibe. “In den nächsten vier Jahren”, wie der 37-Jährige dann doch noch schnell nachschob.

► Ein letztes Mal hakte Lanz nach: “Können Sie deshalb ausschließen, CDU-Generalsekretär zu werden?”

Spahn antwortete halbgar: “Ich schließe nichts aus und ich sage Ihnen nichts zu.” 

(ll)