WIRTSCHAFT
13/02/2018 15:26 CET

Bundesregierung erwägt Einführung von kostenlosem Nahverkehr

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Fabrizio Bensch / Reuters
U-Bahn-Chaos in Berlin. 

Die Bundesregierung will ihre Maßnahmen für saubere Luft in deutschen Städten ausweiten – und erwägt sogar, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr einzuführen. 

Das ist passiert:

► Das Vorhaben geht aus einem Brief von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hervor.

► Demnach soll gemeinsam mit Kommunen und Ländern die Einführung öffentlicher Verkehrsmittel ohne Kosten geprüft werden. 

► Der Vorschlag zum öffentlichen Verkehr könnte bedeuten, dass der Bund Länder und Kommunen finanziell dabei unterstützt, wenn diese einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr einführen wollen

Darum ist es wichtig: 

Der Kampf gegen Luftverschmutzung habe “höchste Priorität” für Deutschland, heißt es in dem Schreiben. Eine neue Bundesregierung werde unverzüglich neue Maßnahmen auf den Weg bringen. Und das ist auch nötig.

Denn die EU hält die bisherigen Maßnahmen Deutschlands für unzureichend, um Grenzwerte für Stickoxide einzuhalten. Brüssel hatte die Bundesregierung gerügt – und auch mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gedroht. 

Was ihr noch wissen müsst:

Die Bundesregierung hatte zuletzt erklärt, dass es in 20 deutschen Städten wohl auch bis zum Jahr 2020 nicht gelingen wird, die EU-Grenzwerte für Stickoxide einzuhalten. 

► Eine wichtige Quelle für Stickoxide ist der Autoverkehrund genau den könnte eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs reduzieren

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(mf)