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11/01/2018 17:55 CET

Briten wollen revolutionären Schritt im Kampf gegen Plastikmüll gehen

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97 via Getty Images
Laut Deutscher Umwelthilfe fallen allein in Deutschland pro Stunde zwei Millionen Plastikflaschen als Müll an.

Die britische Regierung will bis 2042 den Verbrauch von Plastik drastisch senken.

Das ist passiert:

► Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat am Donnerstag angekündigt, Supermärkte von “plastikfreien Regalen” überzeugen zu wollen.

► Außerdem wünscht sich May Abgaben auf Wegwerfverpackungen. Schon jetzt solle eine Gebühr für Plastiktüten auch für kleinere Läden gelten – bislang waren davon in Großbritannien nur größere Supermärkte betroffen.

► Umweltschützer begrüßten die Initiative der Regierung, kritisierten aber, die Pläne teilweise als nicht weitgehend genug. 

Darum ist es wichtig:

Plastikmüll verursacht massive Umweltprobleme. Bei der Herstellung wird oft Rohöl verwendet

Nach dem Gebrauch muss es recycelt werden – tatsächlich landen weltweit aber jedes Jahr etwa 13 Millionen Tonnen Plastik im Meer, belasten das Wasser, töten Tiere, gelangen wieder in die menschliche Nahrungskette.

Deshalb braucht es Alternativen – wie Mehrwegsysteme, umweltfreundliches Verpackungsmaterial oder schlicht die Vermeidung unnötigen Mülls.

Was ihr noch wissen müsst:

Am Mittwoch hatte EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger angekündigt, die Einführung einer europaweiten Plastiksteuer zu prüfen. Unter anderem nannte er das von China verhängte Importverbot für Plastik als Argument. 

► Der britische Vorstoß klingt nach einer guten Idee. Um katastrophale Umweltschäden zu vermeiden, müssten aber weltweit strengere Maßnahmen ergriffen werden.

Mehr zum Thema: China verbietet ab sofort den Import von Müll – das stellt Deutschland vor ein gewaltiges Problem

(jg) 

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