POLITIK
15/12/2017 09:45 CET | Aktualisiert 15/12/2017 10:47 CET

Boris Johnson trinkt Pfirsichsaft aus Fukushima – so ist er ihm bekommen

Er hatte offenbar Durst.

  • Der Reaktorbruch in Fukushima war die größte nukleare Katastrophe seit Chernobyl
  • Sieben Jahre später wagte sich nun Außenminister Boris Johnson, einen Pfirsichsaft aus der Region zu trinken
  • Im Video oben: Forscher machen sechs Jahre nach Fukushima einen erschreckenden Fund

Vor sieben Jahren zerstörten ein Erdbeben und der darauf folgende Tsunami das japanische Atomkraftwerk Fukushima. Das umliegende Meer und Landgebiet wurde radioaktiv verseucht. 

Kein Grund für den britischen Außenminister Boris Johnson, nicht einen kräftigen Schluck aus einer Dose Pfirsichsaft aus Fukushima zu nehmen. 

Johnsons Kommentar: “Yum.”

Mehr zum Thema: “Müssen nur die Leichen wegräumen”: Britischer Außenminister sorgt mit Aussage über Libyen für Wirbel

Johnson bekam den Drink vom japanischen Außenminister geschenkt

Der Pfirsichsaft für Johnson war ein Geschenk des japanischen Außenministers Taro Kono. Er wollte damit beweisen, dass Nahrungsmittel aus dem Unglücksgebiet sicher zu verkaufen sind

Tatsächlich hat auch die EU in diesem Monat beschlossen, Verbote für Importe von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und gewissen Meeresprodukten aus Fukushima aufzuheben. 

Zwar wird rund um den zerstörten Reaktor immer wieder Strahlung oder radioaktives Material entdeckt – eine Studie fand etwa heraus, dass Sand und Grundwasser noch 60 Meilen davon entfernt das radioaktive Material Caesium enthielten. 

Mehr zum Thema: Sechs Jahre nach dem Erdbeben in Fukushima machen Forscher einen erschreckenden Fund

Doch die japanische Regierung gibt an, dass in der Region produzierte Nahrungsmittel keine Gefahr für den Menschen darstellen. Dennoch haben immer noch 25 Länder Importverbote für Produkte aus Fukushima verhängt - darunter die China und die USA. 

Johnson störte das offenbar nicht. Nach seinem ersten tiefen Schluck aus der Fukushima-Dose nahm er gleich noch einen zweiten. 

Mehr zum Thema: Nach 6 Jahren kehren die Menschen zurück nach Fukushima - doch da sind sie längst nicht mehr alleine