ELTERN
11/01/2018 12:28 CET | Aktualisiert 11/01/2018 14:52 CET

Berliner Polizei lästert in einem Tweet über Helikoptereltern – und erntet Zuspruch

“In der Schule unserer Tochter ging das bis in die 6. Klasse! Gruselig."

  • Eltern, die ihre Kinder bis direkt zu Schule fahren, sorgen vielerorts  für Stau, Ärger und Unfallgefahr
  • Die Polizei in Berlin will dem nun mit einem Tweet und Augenzwinkern begegnen 
  • Im Video oben seht ihr, was ein Psychologe den Helikopter-Eltern zu sagen hat

Nicht nur Kinder, auch Eltern können anstrengend sein.

Wer in Kindergarten, Schule oder Sportverein tätig ist, weiß das. Das richtige Essen (nur Bio), die passenden Noten (mindestens gut) und nur die beste Förderung (vor allem für das eigene Kind).

All das fordern besorgte Mütter und Väter ein. Das Beste, Schönste, Größte, drunter geht es nicht für die Sprösslinge, die ohnehin nur deshalb so anstrengend seien, weil sie so genial sind.

Helikopter-Eltern werden diese Erwachsenen auch genannt, die mit großem Getöse um ihre Lieblinge schwirren.

Nur mal schnell in der zweiten Reihe ...

Und damit den Sprösslingen auch auf dem Schulweg ja nichts passiert, werden sie von ihren Eltern – gerne in großen, panzerartigen Autos – bis direkt vor den Eingang der Schule kutschiert. 

Das Problem in mittlerweile allen Großstädten: Stau, Stress und Sturheit vor den Schulen.

Die Berliner Polizei will den Zustand nicht länger unkommentiert lassen und hat auf Twitter ein ironischen Gedicht verfasst – gerichtet an alle Helikoptereltern:

Nur mal schnell in 2. Reihe,
nur mal schnell im Parkverbot.
Lautes Hupen und Geschreie,
schnell noch Saft und Pausenbrot. 

Der Hintergrund ist durchaus ein ernster: Denn immer wieder kommt es zu Unfällen, weil Eltern vor den Schuleingängen für Chaos sorgen.

“Sicherer ist das für alle”

Die Polizei will nun Eltern ermahnen, die Kinder statt mit dem Auto auch mal zu Fuß zur Schule zu bringen. Oder: Gar einmal alleine zur Schule laufen zu lassen. “Sicherer ist das für alle”, betonen die Beamten.

Und der Aufruf kommt bei Twitter gut an. So betont ein Nutzer, dass nicht nur die Eltern von Erstklässlern das Problem seien.

“In der Schule unserer Tochter ging das bis in die 6. Klasse! Gruselig, diese Eltern, die andauernd am ihr Kind am Rockzipfel haben müssen”, heißt es in dem Tweet.

Ein anderer Nutzer fordert die Polizei zum Handeln auf. Solange das Fehlverhalten nicht sanktioniert werde, wird sich das nicht ändern.

(Mit Material von dpa)

(lp)